/erschiedenheit des Preisniveaus
2.
Für
Getreide | andere Nah- | z . x | alle Waren-
und Fleisch rungsmittel Textilien ! Mineralien gruppen
| 207 | 163 | 1733
Zeigt schon diese Tabelle die Erscheinung der Teuerung, wie sie
sich heute im Zentrum weltmarktlicher Beziehungen widerspiegelt,
so sind die folgenden Ziffern für das Problem der Verschiedenheit
und des Grades dieser Teuerung von besonderem Interesse; bei ihnen
ist als Grundperiode die Zeit von 1901—1905 angenommen, die
Preise dieser Zeit sind gleich 50 gesetzt. Darnach betrug in Eng-
land der Preis von?®*);
1 Warengattung
Auslandsweizen. . .
Mehl. 2.2...
Hammelfleisch .. .
Kartoffeln. .....
ı
Rübenzucker ....
Butter . . . EM
Baumwolle(Amerika)
Baumwolle(Ägypten)
üam.......
Tuche .......
Wolle (Australien) .
Indexzahl
105%
02
91
75
153
103
92
‚26%
2244,
126
‚29
90
Warengattung
Roheisen .....
Stahlschienen. ...
Stabeisen. .....
Dampfkesselkohle. .
Blei ......
Kupfer. .... «4
Leder. .......
>etroleum .....
3ummi. .. 0... 4
Ölsaaten ......
Amerikanisches Holz
Baltisches Holz. .
Indexzahl
76%
71
89%
132
“9
”
X
36
Das zunächst Auffallende an diesen Ziffern ist die Verschieden-
heit im Grade der Preissteigerungen. Diese Tatsache ist von vorn-
herein um so beherzigenswerter, als in neuerer Zeit von seiten der
Nationalökonomie der Versuch gemacht worden ist, ganz einheit-
liche Gesetzmäßigkeiten aus den Weltmarktspreisen nach dem Kriege
herauszulesen. Es ist voll anzuerkennen, wenn Sering in einem geist-
vollen Versuche darzulegen weiß 2%), daß bis zum Jahre 1924 die
sogenannte „Preisschere“ wirksam gewesen sei, das heißt, daß ein
Mißverhältnis zwischen „tiefen“ Nahrungsmittel- und Rohstoffer-
zeugnissen und „hohen“ Fabrikatpreisen bestanden, daß sich aber
seither die Schere „geschlossen“ habe. Sering spricht hierbei von
„Industriewaren“ schlechthin, bezieht sich teilweise hierbei auf ame-
25a) Vgl. Economist vom 8. August 1925, S, 227.
26) Vgl. Sering a. a. O. S. 251. u. 411%.