V. Der neue Wirtschaftsgeist
RYCE hat. mit Recht sagen können, Amerika ändere sich so
D:. daß alle paar Jahre neue Bücher notwendig seien,
um sein neues Aussehen zu. beschreiben 1%. Die Rapidität, mit
der sich die wirtschaftliche Entwicklung vollzog, hat allmäh-
lich das ökonomische Antlitz der Vereinigten
Staaten so weit umgestaltet, daß die alten Züge
oft kaum noch erkennbar blieben. Die große wirt-
schaftliche Aufgabe der Erschließung ist erfüllt, eine gewisse
Sättigung mit Menschen ist eingetreten und die Probleme Eu-
ropas fangen an, sich bemerkbar zu machen. Dieshatauch
eine Veränderung des Wirtschaftsgeistes nach
sich gezogen. Was wir bisher skizziert haben, ist gewiß
noch der Geist, der das Land namentlich in der Mitte und im
Westen beherrscht und in der Masse durchaus lebendig ist,
aber es gibt bereits eine Fülle von Anzeichen dafür, daß
etwas Neues im Werden ist.
„Go west young man, go west!“ Wo ist der noch jung-
fräuliche Boden, der nur der Arbeit des Pioniers harrte, um
sich in fruchtbares Ackerland zu verwandeln? Wo ist sie, die
„noch leere Wiege eines großen Volkes“, von der einst Tocque-
ville bei seinem Vorstoß nach Michigan gesprochen hatte? 106