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gt'sicn, ließ m,nn uns am Dienstag von morgens früh halb sechs bis
abends sechs Uhr ra der Grube, heiß wie in einem Backofen. Nicht,
daß Ihr denkt, ich sei freiwillig in die Grube gefahren, das sei mein
letztes. Bei uns würde man bei der Temperatur höchstens sechs Stun
den verlangen, aber hier ist das anders, wie Ihr seht. Bis jetzt bin
ich noch gesund, wie es aber in Zukunft werden wird, oder wie lange
ich solches aushalten kann, weiß ich noch nicht. Wollte es nur recht
bald Frieden werden, dann hätte ich noch Hoffnung, wieder nach der
Heimat zu kommen. Post habe ich diese Woche nicht erhalten. Hoffen
will ich das beste und verbleibe mit vielen Grüßen an alle
Dein Dich l. Mann. Grüße die Kinder vom Vater.
Hochachtungsvoll ergebenst! usw.
* * *
Unterm 13. September 1916 lief vom Kriegsministerium
nachfolgendes Schreiben ein:
Berlin W. 66, den 13. September 1916.
Gegen die Heranziehung des Kriegsgefangenen Wöhrmann zur
Bergarbeit wird an sich nichts eingewendet werden können, da er ge
lernter Bergmann zu sein scheint. Die amerikanische Botschaft in
Paris wurde ersucht, die Grube, in der Wöhrmann arbeitet, möglichst
bald durch einen Delegierten besichtigen zu lassen und den Bericht
über die hygienischen und Arbeitsverhältnisse einzusenden, damit zur
Besserung der Lage der kriegsgefangenen Deutschen Schritte unter
nommen werden können. I. A.: usw.
Ueber Massenspeisung auf Bergwerken.
Bochum, Essen, Oberhausen, den 11. August 1916.
A n d a s Kriegs m i n i st e r i u m zu Berti n.
Bei der persönlichen Aussprache am 29. Juli wurde seitens
des Herrn Leutnants Dr. Tiburtius der Wunsch geäußert, die
Bergarbeiterverbände sollen sich gutachtlich über die Ausgabe
warmen Essens auf den Bergwerken äußern.
Die vier unterzeichneten Bergarbeiterverbände kommen hier
mit dem Wunsche nach.
Sie können sich für Ausgabe warmer Speisen auf den Zechen
nicht aussprcchen, weil sie technisch kaum ausführbar, aber auch
unpraktisch ist. Erstens ist meist dreimaliger Schichtwechsel für
die unterirdische Belegschaft üblich. Die Tagesarbeiter nehmen
meist von 12 bis 1 Uhr ihr Mittagessen ein. Die Frühschicht
fährt fast durchgängig von 1U bis 2U Uhr aus, während die
Nachmittagsschicht von 1 bis 2 Uhr einfährt. Eine gleichmäßige