Der Weltkrieg und seine Folgen habe zur Verarmung
Europas geführt. Ein Aufstieg kann nur erreicht werden durch
Wiedereinschaltung Europas in die Güteterzeugung der Wel
und ihren Handelsverkehr, und zu diesem iele kann als ein-
leitender Schritt die organisatorische Zusam henfAssunh der
Arbeitskräfte der Hauptindustrieländer bezeichne werden,
wie er beispielsweise in Deutschland durch die vor kurzem
erfolgte Schaffung der I. G. Farbenindustrie A.-G. und der
Vereinigte Stahlwerke A.-G. erkennbar geworden ist.
Europa ist,wie aus Abbildung 1 (siehe Anhang) dieser Schrift
deutlich hervorgeht, wie kein anderes Land der Welt
bevorzugt durch die innerhalb seines Gebietes angehäuften,
fast unerschöpflich großen Schätze von Kohle und
Eisenerz, die schon frühzeitig zur Erzeugung von Eisen
geführt haben. Dazu kommt, daß in seinem gemäßigten
Klima eine intensive, regelmäßige und andauernde Arbeit
möglich ist, und ferner der wiederum einzigartig günstige
Umstand, daß schiffbare Meeresarme und Flüsse bis tief in
das Ländergebiet Europas hineinführen.
Aus der Möglichkeit, industrielle Werte zu erzeugen und
sie auf bequemen Wasserwegen zu vertreiben, erwuchs der
Handelsverkehr Europas, der, wie gleichfalls aus Abbildung 1
hervorgeht, aus ihm ein Zentrum des Weltverkehrs gemacht hat.
Außer Europa besitzen in der ganzen Welt nur die Ver-
einigten Staaten von Amerika so große Mengen von Kohle
und Eisenerz, daß ihre Eisenerzeugung einen bedeutenden
Einfluß auf den Weltmarkt gewinnen könnte. Amerikas
Lage zu den Weltverkehrswegen ist aber nicht ent-
fernt so günstig wie diejenige Europas, und überdies ist
bis vor wenigen Jahren der Eigenbedarf der Vereinigten
Staaten an Eisen so groß gewesen, daß der Weltmarkt durch
ihre Eisenlieferungen nicht stark beeinflußt worden ist.