Object: Preußisches Landbuch

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848 Thlr. 1858 wurden schon 1586 Thlr. ausgegeben. 1859 be 
willigten Magistrat und Stadtverordnete der Stiftung statt des bis 
herigen jährlichen Zuschusses von 200 Thlr. einen solchen von 1000 Thlr. 
auf fünfzig Jahre mit der Maßgabe, daß es der Verwaltung der Stif 
tung überlassen bleiben soll, denjenigen Theil dieses Zuschusses, welcher 
für die laufenden Bedürfnisse nicht erforderlich sein wird, zu kapitali- 
siren. Im Jahre 1863 wurden an Unterstützungen 2250 Thlr. veraus 
gabt, das Vermögen belief sich auf 6600 Thlr. 
Elisabeth-Stiftung zu Düren. 
für Blinden-Unterricht in der Rhein-Provinz, unter dem Protektorate 
der Königin Elisabeth stehend, aus freiwilligen Beiträgen gegründet und 
durch ein Geschenk von Rudolph Schenkel und seiner Ehefrau Ka 
tharina geb. Sch öl ler mit Grundeigentum ausgestattet, auch durch 
Ordre vom 15. Januar 1844 mit Korporations-Rechten und Statuten 
beliehen. Seit 1863 ein provinzialständischcs Institut, das zur Auf 
gabe hat, die bildungsfähigen Blinden der Rhein-Provinz zu erziehen 
und durch Schul-Unterricht sowie durch Aneignung von Geschicklichkeiten 
zu nützlichen Gliedern des Staates zu bilden. Der Verwaltungsrath 
besteht aus 4 von dem Provinzial-Landtage erwählten Kommissarien, 
von welchen zwei der kathol. und zwei der evang. Konfcss.on angehö 
ren, sowie aus den vier Mitgliedern der Bcrwaltungs-Kommission. 
Die Ober-Aufsicht über die Anstalt führt das Königl. Provinzial-Schul- 
Kolleginm. In der Regel sollen Kinder vor zurückgelegtem 9. Lebens 
jahre nicht aufgenommen werden. Bemittelte Zöglinge zahlen eine jähr 
liche Pension; für die weniger bemittelten und die ganz unbemittelten 
Zöglinge sind halbe und ganze Freistellen gebildet. Durch Schenkung 
eines Kapitals von 2000 Thlr. oder Leistung eines Jahresbeitrages 
von der Höhe des etatsmäßigen Pensionsbetrages auf die Dauer von 
5 Jahren kann das Recht zur Vergebung besonderer Freistellen erwor 
ben werden. Dieses Recht ist im ersten Falle bleibend, dauert da 
gegen im anderen Falle nur so lange, als der Beitrag geleistet wird. 
Die Zinsen dieser Stiftungs-Kapitalien kommen der Anstalt zu Gute, 
auch wenn von dem Verleihungs-Recht kein Gebrauch gemacht wird. 
Zur Zeit bestehen 17 Freistellen und 2 von dem Herzoge von Aren- 
berg gestiftete. 
Elisabeth Stiftung zu Kieckow (Belgard). 
Ein Rettungshaus für verwahrlose Kinder. In Folge eines Aufrufs, 
welchen der damalige Laudrath v. Kleift-Retzow bei Gelegenheit der 
Feier der silbernen Hochzeit Königs Friedrich Wilhclnt IV. gegründet 
und int Jahr 1851 eröffnet. Der König überwies einen auf Staats 
kosten ausgebildeten Zögling des Rauhen Hauses als Hausvater. 
Elisabeth-Stiftung zu Posen, 
ein seit 1842 bestehender Franen-Berein rur Unterstützung hülfsbedürf- 
tiger ehrbarer Wöchnerinnen. "
	        
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