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yültig ist, ob man von einem jährlichen Zuwachsprozent von 1%
0,01) oder von einer Verdoppelungsperiode von 70 Jahren usw.
spricht. Jetzt ist jedoch aus praktischen Gründen diese Ausdrucks-
weise ganz verlassen worden.
28%. Obgleich man wie gesagt außerordentlich oft die oben
besprochenen summarischen Geburten- und Sterblichkeitsquotienten
als Maßstab für die Häufigkeit, mit der die betreffenden Ereignisse
eintreffen, angewendet findet, so ist ihre Verwendbarkeit zu diesem
Zweck nichtsdestoweniger in hohem Grade bedingt; zur näheren Be-
leuchtung dessen sei folgendes Beispiel aus der englischen Bevölkerungs-
statistik!) über die Sterblichkeit in den Jahren 1910—1912
unter den Geistlichen (clergymen, priests, ministers), unten als
Gruppe G, und unter den Beamten und Angestellten der Eisenbahnen
railway-officials, clerks), unten als Gruppe E bezeichnet, gegeben:
Alter
G. Geistliche
Mittlere | Sterbe- | ß / Mittlere | Sterbe-
E Eisenbahner a
B
0,004
0,005
0,011
| 0,025
0,066
0,190
Zusammen | 122 436 | 2534 | 0,021 | 192 849 ı 2458 | 0,018
Sieht man vorläufig von der Altersgliederung ab, so wird der
summarische Sterblichkeitsquotient 8@ für die Gruppe G ca. 21%,
für die Gruppe E jedoch nur ca. 13%. Diese Zahlen sind in mehreren
Verbindungen anwendbar; fragt man jedoch nach den Ursachen zu
dem zwischen den zwei Gruppen gefundenen Unterschiede, dann
reichen sie nicht aus. Weiter oben sagten wir, daß eine durch-
zeführte Teilung des Beobachtungsmaterials notwendig sei, damit
man bei Vergleichen zuverlässige Schlüsse aus den dem Material ent-
nommenen Zahlen ziehen könne. Dies gilt auch hinsichtlich der
Sterblichkeit. Nach einer einfachen Einteilung in Altersgruppen
von 10 Jahren erhält man, wie in der Tabelle gezeigt, ein ganz anderes
Resultat, nämlich dies, daß die Sterblichkeit auf entsprechenden
Altersstufen überall in Gruppe G kleiner ist als in Gruppe E. Diese
1) Supplement to the 75th annual Report of the Registrar-General for En g-
land — Wales, part IV. London.