Full text: Factures consulaires et certificats d'origine

Kap. IV. Staatliche Maßnahmen zur 
Hebung der Staatspapierkurse. 
B rüft man, ob es möglich ist, das Angebot an neuen Staats 
anleihen zu verringern, so wird man Schwarz nur bei 
pflichten können, wenn er ausführt, 1 ) daß „bei uns an 
eine wirkliche Herabminderung der Gesamtschuld mit gleichzei 
tiger Einschränkung und Enthaltung von Neuemissionen aufs 
erste kaum zu denken ist, da der Anleihebedarf in Reich und 
Staaten vorläufig noch ein viel zu großer ist“. Hier wird 
und ähnlich von anderen Schriftstellern zugegeben, daß man 
auch in Zukunft mit erheblichen Emissionen seitens der öffent 
lichen Borger rechnen muß. Wenn das aber der Fall ist, so 
erscheint es unmöglich, durch Verringerung des Angebots an 
Staatspapieren eine Besserung ihres Kurses zu erzwingen, we 
nigstens für absehbare Zeit. 
Es fragt sich daher nur noch, ob sich dem Reich und den 
Bundesstaaten ein Weg bietet, auf dem dem Staatspapiermarkt 
die breiten Schichten des kapitalbesitzenden Mittelstandes als 
Käufer wiedergewonnen werden können. Man könnte hierbei 
daran denken, jeden Staatsbürger durch Gesetz zu zwingen, 
einen bestimmten Teil des von ihm versteuerten Vermögens 
in Staatspapieren anzulegen, wobei kleinere Vermögen unbe 
rücksichtigt bleiben könnten. Ein dahin gehender Vorschlag 
wurde bereits vor Jahren von zwei bekannten Männern der 
>) a. a. O. S. 24.
	        
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