fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Notenumlauf 
in Millionen 
Mark 
Dollarkurs 
in Mark 
Notenumlauf 
in Millionen 
Goldmark 
Ende Juli 1914 
1871 
4.20 
1871 
Ende Dez. 1917 
11468 
5.09 
9 477 
„ „ 1918 
22188 
8.00 
11 678 
„ „ 1920 
68 805 
73.37 
3 939 
„ „ 1921 
113 639 
184.00 
2 594 
„ „ 1922 
1280 095 
7 850.00 
731 
80. Juni 1923 
17 291 061 
154 500.00 
470 
15. Nov. 1923 
92 844 720 743 031 
4 200 Milliarden 
155 
! 
Während Bei den stofflichen Währungen die Metallreserven die Aufgabe 
des Spitzenausgleichs im Außenverkehr haben, kann Papiergeld diese 
Aufgabe nicht erfüllen. Das Fehlen eines Ausgleichsfonds für den Außen 
verkehr ist daher ein wesentlicher Nachteil reiner Papierwährungen. 
Zwischen Papierwährung und Metallkernwährung ist die Grenze recht 
flüssig. „Vom Betrachtungsstandpunkt hängt es ab, ob man in einer Metall- 
kernwährung noch eine Metallwährung oder schon eine Papierwährung 
sehen will." (G. Halm.) 
h) Jndexwährung und andere Währungen 
Um die Gefahr der schwankenden Kaufkraft des Geldes für das Wirt 
schaftsleben auszuschalten, ist schon vor dem Kriege, besonders aber an 
geregt durch die Währungsprobleme der Nachkriegszeit, der Wunsch auf 
getaucht, eine stabile Währungsbasis, zu finden. Der Amerikaner Irving 
FisherZ will zu diesem Zweck das Gold als Wertmaß „entthronen" und 
den Geldwert nach dem Preis-Index einer Anzahl repräsentativer Waren 
bemessen. Diese Jndexwährung bannt also die Schwankungen des 
Geldwertes von der Warenseite her. Die Waren müssen hierbei nach ihrer 
Bedeutung eingesetzt („gewogen") werden. Fisher will das Goldgewicht des 
Dollar veränderlich, seine Kaufkraft im Innern aber stabil halten (com- 
pensated dollar). Das Jndexprinzip als Barometer der Notenemission ist 
nach Fisher vorzuziehen dem mechanischen Deckungsprinzip, das den 
Notenumlauf von der Höhe der Bankreserve abhängig macht. 
st Stabilhing Ihe dollar, New Jork 1920; deutsch: Der schwankende Geldwert, 
Berlin 1924.
	        
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