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bei Nova Semlja, Straße Davis, Spitzbergen usw. Damit sollte
der gemeinsame äußere Schutz gegen die Konkurrenten, als welche
sich die Engländer sogleich sehr unangenehm bemerklich machten,
erleichtert und die Konkurrenzfähigkeit gegen Fremde durch Aus-
Schluß des inneren Wettbewerbes gestärkt werden!). Gegen ein
Lastgeld, d. h. einen Einfuhrzoll von 1%4% vom Wert der ein-
geführten Fangergebnisse, wurde den Walfischfahrern Convoyschutz
bewilligt. Das Unternehmen entwickelte sich rasch; der Octroi
wurde 1616, wenn auch nicht ohne Widerspruch gegen das Monopol,
verlängert; man legte aber damals der Kompanie die Pflicht auf,
jedermann als Teilnehmer aufzunehmen, der sich dazu melden
würde). So entstand die „Noordsche Compagnie“, die. in
ihrem gesellschaftlichen Aufbau zunächst einen weniger exklusiven
Charakter trug als die mehr als ein Jahrzehnt vorher errichtete Ost-
indische Kompanie. Allerdings in der Ausübung ihrer Aufsicht
über den Betrieb des Walfischfanges war sie streng zentralisiert;
Jährlich wurde die Zahl der ausfahrenden Schiffe festgestellt und
hierbei Sorge getragen für eine möglichst große Zufuhr von Tran,
Speck und Walfischbarden, den wichtigsten Artikeln, die der Wal-
fischfang erzielte; die Verkaufspreise wurden jährlich festgesetzt.
Damit wurde die innere Konkurrenz im Zaum gehalten; die eigent-
liche Fahrt und der Fang an Ort und Stelle war im übrigen frei®).
Schärfer kam dann der monopolistische Charakter der Kompanie
zum Ausdruck, als 1622 die noch bestehenden kleineren seeländischen
Gesellschaften sich mit der Noordsche Kompanie vereinigten und
der neue Octroi für 12 Jahre erlassen wurde. Auch wurden nun
alle Eingesessenen, die sich außerhalb der Kompanie befanden,
von dem Recht, Anteile zu erwerben, ausgeschlossen*). Die nicht
im Rahmen der Kompanie von Delft begonnene Fahrt nach Jan
Mayen, das 1614 entdeckt worden war, wurde nun mit in den
Octroi der Noordsche Kompanie eingeschlossen‘).
Wirtschaftlich war der Gang des Walfischfanges überaus
3) van Brakel, Vroedschap, S. 262 ff.
23) van Brakel, Vroedschap, S. 266; van Brakel, Handelskom-
panicn,/S. 128 f.
3) Muller, Noordsche Comp., S. 92 ff.
‘4 Kernkamp, Stukken, S. 270 £.
5) Beaujon, S. ır3; Bijlsma, Oud-Rott.: Groenl.;, S. 2041.
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