fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

6. Titel: Dienitvertrag. S 611. 1013 
ardnung, $ 79 Gew.O., SS 5, 12, 13 des ReichSftellenvermittlergefepes 
vom 2. Juni 1910, Lotmar a. a. ©. und oben Bem. HI, d. 
Die Entgeltszufage kann übrigen auch einen unmodralifchen 
Raufalverband zwifchen einer gewiffen Arbeit und dem Entgelt her- 
itellen, vol. Lotmar Bd. 1 S. 176 und au oben Bem. IN, d. 
Neber Pfändung des Arbeits» und Dienftlohns vol. Gef. betr. die Be: 
iOhlagnahme dez Arbeits oder Dienftlohns vom 21. Juni 1869, ferner_K®. 
vom 29. März 1897, Art. IN d. EG. zum Gel. betr. Nenderungen der ZBO. 
vom 17. Mai 1898 (Abänderung der Mr. 4 des 8 4 erftgenannten Gejekes, 
1500 WE, SGrenzjumme!) und dazu Sinzheimer „Sohnpfändung und Qobhn- 
au8fall“ im „Hecht“ 1905 S. 36 fM., fowie S 850 3ZBRO. und die Kommen- 
tare Diezu. 
Ueber Aufredhnung, Zurücdbehaltung, Sinbehaltung und Ver- 
mirkung der Vergütung fjowie über Anrechnung f. im einzelnen 
Bem. HI zu S 614. 
Ueber die Frage, ob der Arbeitgeber für das Einkleben ber Alter$S- 
und Jnvalkiditätsverfidherungsmarfen privatredtlich vers 
antwortlidh und ThOadenserfakßpflichtig ijt, vol. NGE, Bd. 58 
S. 102 ff., Jur. Wichr. 1904 S. 577, 1905 S. 213 und 300 (gegen Ripr. d. 
DL®. Bd. 10 S. 151), ROE. Bd. 63 S. 53, OÖruchot, Beitr. Bd. 49 S. 1124. 
Bd. 50 S, 138, 783, 1171, 1175, Mecht 1906 S. 556, 1910 Nr. 2521, Hilfe, 
D. Iur.3. 1907 S. 1018 und Bl. f. RA. Bd. 72 S. 424, Württemb. Ztichr, 
35.49 S, 61, Suld, Sultizdienftl. N. Bd. 4 S. 225, Brunn im Arch. f. hürgerl. MR. 
Bd. 28 S. 271 ff, VLG. Stuttgart Württemb. Jahrb. Bd. 20 S. 152. 
Ueber Verfprechen des Arbeitgeber8, feine Arbeiter verfjicdhern zu laffen, 
vgl. au Seuff. Arch. Bd. 40 Yr. 110. 
Ueber die Frage des Schadenserfabanfpruchs eines Arbeiters gegen 
den gewerbetreibenden Arbeitgeber wegen N der Ein- 
tragung ins Handelsrengifter, der Vorausießung der Verficherungs- 
ofliht des Betriebes, val. RÖS. Bd. 72 S. 408 ff. | 
Kegelmäßig ift ferner davon auszugehen, daß der Dienftverpflichtete nur 
die Arbeiten zu leiten hat, für die er fpeziell eingejtellt it und die in _dem 
betr. Betrieb bisher eingeführt waren, vol. hiezu SGew.Ger. Bd. 7 S. 10 
und Warneyer Bd. 1 Nr. 2 zu S 611, f. aber auch Borbem. IX, 5. 
SHinfichtlih einer Vergütung für Modellitehen und der ME ob und 
inwieweit hierin ein unfittlicher Vertrag vorliegt, vgl. Hilfe in Bl f. RA. 
Bd. 70 S. 597 ff. 
VI. Berpflidtung zur Abnahme der Dienftleijtung. | 
., Cine weitere Frage ift die, ob der Dieniftberecdhtigte aud verpflichtet 
let, fich der bedungenen und ihm zur Leijltung oMgebotenen Dienite fat- 
Täcdlich zu bedienen oder feiner Verpflichtung durch die Sen lang der Ber: 
altung allein {hon genüge? Die Frage it nicht identifdh mit der anderen, vb er {ih 
des (fchon oder u nicht in Bollzug gefebßten) Dienftverhältnijfes wieder entledigen 
dürfe, worüber in BGB. 88 620 ff. fh eingehende Vorfchriften finden; denn durch be- 
rechtigte Kündigung endigt das ganze Vertragsverhältnis mitfamt der Vergütungs- 
bflicht. Die eritere Frage bezieht fich aber auf die Unnahme der Dienftleiftung bei 
rechtlich noch nicht aufgelöftem Vertragsverbältnis. 
5 Die NE Meinung vol. Wlanck, Vertmann, Lotmar Bd. 2 S. 241 ff., 261 ff., 
ernburg Bd. 1, 2 8307, Il, 2, Crome, Syftem II 8 259 IL, 1 und S 163 Biff. 1, 
Iowie Bartiarijhe Nechtsgefchäfte S. 189, Staub Anm. 32 zu 859 und Unm. 12 zu 8 70 
ROS, NOS, vom 9. Dezember 1902 in Oruchot, Beitr. Bd. 47 S. 400, Iur. Widhr. 1908 
eil, 2 S. 17) {pricht dem Dienftverpflihteten mit Recht einen Anfpruh auf Annahıne 
leiner Dienite ab, außer in dem Falle, wenn eine befondere Vereinbarung hierüber getroffen 
wurde, 8 Iaffen fich freilich Fälle denken, in denen der Dienftverpflichtete ein lebhafte8 
Anterelfe daran hätte, feine Dienite auszuüben (3. B. ein Kammerdiener will in einem hohen 
Oaufje dienen, um dies wieder al8 Se lung zu haben 2C.). Allein e8 befteht mangels 
Ener befonderen GejekesSvorfchrift kein derartiger EP da der Dienftberechtigte 
Richt gezmungen werden kann (jo wenig wie Jonft der Berechtigte aus einem Ver- 
ae) die Leijtung anzunehmen, wenn er nicht will. Der 8 615, der allerdings von einem 
echug ‚im der Annahme jpricht, tann bei richtiger Yuffalflung fein Argument für bas 
egenteil abgeben. Selbf{tverftändlich aber wird durch die Verneinung diefer Irage die 
DE Srage nicht berührt, ob und inwieweit dem Verpflichteten folden Zalles ein Entf 
Hädigungsanf pruch zufteht; denn wenn der Berechtigte eine Leiltung ablehnt, 
muß er auch die rechtlichen Kolgen feines Handelns tragen. Val. hiezw aber auch Klein 
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