fullscreen: Die Theorie des Geldes

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Capitel IV. 
über ein^egangenen Zahl ungs Verbindlichkeiten nicht 
einfach im Wege der Kumpensation ihre Erledigung zu 
finden vermögen, dann muss noth wendigerweise eine 
Erhöhung des Diskontos erfolgen, da zu Zahlungen 
nach dem Auslande immer Baargeld erforderlich ist. 
ln gleicher Weise ruft auch ein Ueberfluss an Deld 
noch kein Sinken des Diskontos hervor, sobald man 
nur mehr Geld besitzt, als man zu Zahlungen im 
Inlande benöthigt, da in diesem Falle der Ueberfluss 
an Geld zu Zahlungen im Inlande einfach zu Zah 
lungen nach dem Auslande Verwendung findet, wäh 
rend dagegen in dem Falle, wo man auch mehr Geld 
besitzt, als man zu Zahlungen nach dem Auslande be 
darf, d. h. wo man mehr Geld besitzt, als man über 
haupt benöthigt, der Diskonto nothwendigerweise sin 
ken muss. 
Wenn man bedenkt, wie verhiiltnissmässig wenig 
Daargeid z. B. die Bank of England vorrathig zu halten 
pflegt, und dass es ausser diesem Baarvorrath fast keine 
anderen, für die Erfüllung von Zahlungsverbindlichkeiten 
dem Auslande gegenüber verfügbaren, Baarbeslände in 
England giebt, so begreift man die Sprünge, welche der 
Diskonto dort zuweilen ausführt. Wie sich denn auch 
aus der verhältnissmiissigen Geringfügigkeit jenes Baar- 
vorraths mit die Häufigkeit der Handelskrisen in Eng-
	        
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