Vorwort und Einleitung.
^^^ie vorliegende Schrift betrachtet es nicht als ihre Aufgabe, die
Lage der in der Metallindustrie tätigen Heimarbeiter erschöpfend
darzustellen. Dazu fehlte es bei der kurzen Frist, die die Einberufung
des Kongresses gewährte, an der nötigen Zeit. Aber auch bei einer
längeren Spanne Zeit wäre es kaum möglich gewesen, eine erschöpfendere
Darstellung zu geben. Ein Zusammenhang der Leimarbeiter untereinander,
sei es in einer gewerkschaftlichen oder auch nur geselligen
Vereinigung, besteht nicht. Jeder geht seinen eigenen Weg und bekümmert
sich nicht um den andern. Die wenigen Leimarbeiter aber,
die einer gewerkschaftlichen Organisation angehören, sind vollständig
einflußlos auf ihre übrigen Standesgenossen. Dies Verhältnis erschwert
den Verkehr mit den Leimarbeitern ungeheuer ,lnd läßt es
ausgeschlossen erscheinen, sie je für statistische Erhebungen über ihre
Lage zu gewinneil oder erschöpfende Auskunft von ihnen in dieser Linsicht
erhalten zu können. Wir beschränken uns daher lediglich aus die
Nachweisung der Verbreitung der Leimarbeit in der Metallindustrie
und auf Angaben mehr allgemeiner und allen Leimarbeitern gemeinsamer
Erschenlungen.
Die Leimarbeit tritt in der Metallindustrie in den verschiedensten
Formen aus. Als ausschließliche Beschäftigung des betreffenden
Arbeiters und als Nebenbeschäftigung. Die Leimarbeit als
Nebenbeschäftigung ist in der Metallindustrie soweit verbreitet,
daß eine Feststellung, ja nur eine annähernde Feststellung der Zahl
ihrer Angehörigen ganz ausgeschlossen erscheint. Selbst die großen
und größten Städte vermissen sie nicht. Lier finden wir Tausende