Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1511) 1882 Jan. 5 
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misch. Übrigens sind sie vollständig berechtigt in ihrer Polemik 
gegen Gladstone, aber es sind nur die coercitive measures des letz- 
teren und seine 50000 Mann, abgesehn von der Polizei, welche 
diesen Herrn erlauben, ihm so kritisierend und drohend gegen- 
überzutreten. Der ganze Lärm soll natürlich nur John Bull vor- 
bereiten zur Zahlung der „„Kompensationskosten“. Serves him 
right. 
Aus einliegendem Brief von Dietzgen wirst Du ersehn, daß der 
Unglückliche rückwärts „vorangegangen““ und richtig bei der Phä- 
to nomenologie „angekommen“ ist. Ich halte den casus für unheilbar. 
Ich habe auch ein” sehr liebenswürdiges Kondolenzschreiben 
von Reinhardt” in Paris erhalten, der u. a. auch Dich bestens grü- 
ßen läßt. Er hatte immer große Vorliebe für meine Lebens- 
gefährtin. 
Ich wünsche, ich wäre wieder aktionsfähig; leider noch nicht 
so weit. . 
Mit besten Grüßen von Tussy. Dein Mohr. 
a 
1512. Engels an Marx in Ventnor; London 1882 
fanuar 8. 
London, 8. Januar 1882. 
Lieber Mohr, ; 
Wir waren froh zu erfahren, daß Euer Stillschweigen keine 
Gründe hatte, und wenn auch bei dem ungünstigen Wetter für Dich 
keine großen Fortschritte zu erwarten stehn, so ist doch so viel ge- 
= wonnen, daß die Gefahr von Rückfällen fast ganz beseitigt ist, und 
das war doch der Hauptgrund. weshalb Du nach V[entnor] ge- 
schickt wurdest. 
Morgen hören hier die Feiertage auf, Sch[orlemmer] geht zu- 
rück nach M[anchester], und die Schanzerei fängt wieder an, ich 
o freue mich drauf, es wurde bald zuviel. Dienstag bei Lenchen, 
Freitag bei Pumps, gestern bei Laf[arguels, heute bei mir — und 
des Morgens ewiges Pilsener —, das kann nicht ewig dauern. Len- 
chen war und ist natürlich immer dabei, so daß sie ihre Einsam- 
keit nicht zu sehr spürt. 
Ehe Du diese Zeilen erhältst, wirst Du Dich ergötzt haben an 
dem prachtvollen Proklama des alten Wilhelm, worin er sich für 
Bismarck solidarisch erklärt und behauptet, das sei alles seine 
freie Willensmeinung. Gut ist auch die Stelle von der seit ewigen 
Zeiten in Preußen bestanden habenden Unverletzlichkeit der Per- 
“ son des Königs. Namentlich gegenüber den Schroten des Nobiling. 
1) Im Orig. einen 
2) Im Orig. Reinhard
	        
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