Metadata : Organisation und Geschichte des Gewerbes (1.1929)

12 Die gewerblidhe Arbeit und ihre Organifation.

itimmte Methoden, das zu ver- oder bearbeitende Material in
einer vorbedachten Weije zurechtzulegen, damit, wenn dann
die Arbeit vorgenommen wird, ein Mazimum von Effekt heraus]
 pringt. Diefe vier Arten, fagen wir der Materialanordnung,
 find: 1, Zufammenlegung des Materials zu Bündeln,
Die eine gleichzeitige Behandlung von vielen Einzelgegenitänden
 ermöglicht: Beifpiele das Drahtbündel, an dem gleichzeitig
majjenhaft Stednadelföpfe gefeilt werden; das Streichholzbündel,
 das zum Eintauchen in die Zündmafjfe zufammengefaßt
 wird; 2. Verteilung großer Materiaknajfen zweds befferer
Bearbeitung: Stearin, das man in 200 Kerzen-Oußformen
laufen läßt; 3, ein zwedmäßiges Nacheinanderordnen des Materials,
 damit diefes in richtiger Reihenfolge die verfhiedenen
Stabien des Arbeitsprozeffes pajfieren Kann: Papier; 4. Sortieren
 des Materials, um e8 [einer Verfchiedenheit entf prechend
berjchieden behandeln zu fönnen: Hadern!
Nun aber vermögen wir allen jenen Verfahrungsweifen nur
dann volles Verjtändnis abzugewinnen, wenn wir fie noch in
einer weiteren, bisher abfichtlich nicht berührten Wirkung zu
begreifen verfuchen: Jene beftimmten Arbeitsweijen Jind in
großem Umfange Borausfebung, Häufig Beranlaffung, um bei:
{piel3weife neu gewonnene Kenntniffe etwa von hemifchen
Prozeffen zur Anwendung zu bringen. Sie bilden vor allem
aber auch oft die Bafis für die Entwicklung desjenigen Yaktors
der [HSpferifchen Menfcdhenarbeit, dem man vielleicht mit Recht
die vornehmite Stellung unter allen Elementen des Arbeits:
prozeffes anweifen darf: für die Entwidlung und Bervollfommnung
 des Arbeitämittels: eines Dinges oder eines
Komplexes von Dingen, die der Arbeiter zwifchen ich und den
UArbeitsgegenftand [Ahiebt, um fie als Machtmittel auf andere
Dinge feinen Ziweden gemäß wirken zu laffen.
Damals, als der Urmenfch zum erften Male bewußt jenen
jpiken Stein wieder aufgriff, der ihm {cdhorn einmal gedient
Hatte, um mit ihn abermals feine frabende Tätiafeit zu unter:
            
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