Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

L14 
Erstes Buch, Cap. 1. 
dankenlosigkeit des Mannes, der nichts weiter verstand, als 
für Gleichheitsideen bereits empfängliche Gemüther an einem 
bestimmten, Vielen praktisch einleuchtenden Punkte zu packen, 
Wenn Andere den Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital 
nicht in seiner Bedeutung erkannten, so erklärt sich dies daraus, 
dass ihr Augenmerk überhaupt auf politische Fragen gerichtet 
war. Spence aber warf sich auf das sociale Gebiet und blieb 
doch bei dem Angriff auf die Grundherren stehen. Dadurch, 
dass er überhaupt eine Leidenschaft für Gleichheit hatte und 
entzündete und dadurch, dass er zur Verwirklichung dieses 
Zieles Revolution anwenden will, zeigt er, dass er unter der 
Herrschaft gewisser Zeitideen steht, ohne dass er jedoch 
irgendwie tief in dieselben eingedrungen wäre. 
Er freut sich1), dass Paine überhaupt die Erde als all- 
gemeines Erbe der Menschheit anerkennt, erklärt aber Paine’s 
Plan in der Agrarian Justice als „fluchwürdiges Product von 
Compromiss und Zweckmässigkeit.‘“ Dagegen citirt er mit 
Genugthuung ?) eine Stelle aus Swift’s Briefen und documen- 
tirt dadurch eine gewisse geistige -Verwandtschaft mit 
Bentham 3): 
„In Bezug auf das sogenannte Revolutionsprincip geht 
meine Meinung dahin, dass das öffentliche Wohl eine Revo- 
lution rechtfertigt, so oft die üblichen schlimmen Folgen eines 
gewaltsamen Regierungswechsels wahrscheinlich weniger 
verderblich sind als die Leiden, die wir unter der bestehenden 
Gewalt erdulden.‘“ Anderswo spricht er einmal davon, dass 
die Grundbesitzer, wenn sie nicht auf legalem Wege entsetzt 
werden können, eben nach Paley durch das Volk entsetzt 
werden müssen. 
Man sieht, obwohl Spence’s einziger Vorschlag praktisch 
auffallend extrem ist — seine Principien sind dieselben 
und nicht gefährlicher wie die bedeutenderer Zeitgenossen. 
1) S. Rights of Infants. 
% Rights of Man. 
x Wie sehr er gleich anderen Zeitgenossen geneigt war, Alles rein 
rationalistisch und unhistorisch aufzufassen, das zeigt unter anderem auch 
sein harmloser Versuch, eine rein phonetische Orthographie einzuführen.
	        
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