A. Smith.
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kann selbst der grösste Bewunderer von A. Smith nicht weg-
Jisputiren. Man vergleiche folgende Stellen:
Im 5. Capitel des 1. Buchs erscheint Arbeit als der eigent-
liche Maassstab aller Preise. Es bleibt unklar, ob die Arbeit,
die der Producent aufgewendet hat, oder, die Arbeit, welche
Jer Verkäufer eintauscht, maassgebend ist, oder vielmehr diese
beiden Arbeitsquantitäten werden ohne Angabe von Gründen
einander gleichgesetzt; jedenfalls ist Arbeit das allein den
Werth bestimmende :
„Der wirkliche Preis einer jeden Sache, oder das, was
jede Sache demjenigen, der sie erlangen will, wirklich kostet,
ist. die Mühe und Beschwerlichkeit, sie zu erwerben. Was
jedes Ding demjenigen, der es erworben hat, und es ver-
äussern oder gegen etwas Anderes vertauschen will, werth
ist, ist die Mühe und Beschwerlichkeit, die es ihm selber er-
sparen und andern auflegen kann. Das, was mit Geld oder
Waare erkauft werden kann, wird ebensowohl durch Arbeit
erworben, als das, was man im Schweisse seines eigenen Leibes
erwirbt. Jenes Geld, oder jene Güter ersparen uns wirklich
Mühe. Sie enthalten den Werth einer gewissen Quantität
Arbeit, den wir gegen etwas vertauschen, das unseres Er-
achtens zu derselben Zeit den Werth einer gleich grossen
Quantität Arbeit enthält.“
Dagegen heisst es im 7. Capitel: „Beträgt der Preis
irgend einer Waare weder mehr noch weniger als das, was
hinreicht, um die Landrente, den Arbeitslohn und den Gewinn
für das Capital, das auf den Anbau, auf das Verarbeiten und
zu Markte Bringen verwendet wird, ihren natürlichen Pro-
portionen gemäss zu bezahlen, so wird die Waare zu ihrem
natürlichen Preis verkauft.‘
Besitzrenten bilden also ein Element des natürlichen
Preises, aber Arbeit allein bestimmt den wirklichen Preis.
Die Erklärung, nicht die Lösung des Widerspruchs liegt in
den bereits citirten Stellen, wonach nur in ursprünglichen,
nicht im civilisirten Zustand dem Arbeitenden sein ganzes Pro-
Juet gehört.