Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Erstes Buch, Cap. 8. 
Im Januar 1882, nachdem die Reformbill im Unterhaus 
in zweiter Lesung durchgegangen, sagt die Review, wenn die 
Lords die Bill wieder verweıfen, stehe England vor der Alter- 
native: Krieg gegen Freiheit oder Revolution — letzteres sei 
das weit geringere Uebel — und im October 1832 sagt unser 
Organ, die Korngesetze, die einen Theil der Nation verhin- 
derten, nach ihrem Interesse zu kaufen und zu verkaufen, 
seien ein genügender Grund zur Revolution, wenn kein an- 
deres Mittel hilft. 
Die Arbeiter hofften von möglichster Ausdehnung des 
Wahlrechts für sich Alles und waren daher bereit, an Er- 
reichung dieses Ziels Alles zu setzen — doch waren sie aus 
praktischen Gründen zunächst mit einem Anfang zufrieden. 
Die Mittelelassen wollten diesen Anfang, d. h. eine mässige 
Ausdehnung des Wahlrechts zur Befestigung dessen, was sie 
bereits errungen hatten, kamen aber in der Hitze des Kampfs 
theilweise ganz guten Glaubens zur Anerkennung weitergehen- 
der radicaler Theorien. 
So spricht die Review von Ausgleichung aller politischen 
Rechte als einem Ziel, das aber nur schrittweise zu erreichen 
ist; sie behauptet, die beste Wählerschaft würde sich in den 
grossen Städten ergeben und von der Reformbill sei vor Allem 
Sparsamkeit der Regierung zu erwarten — ihre weiteren 
Wünsche beschränken sich zumeist auf Einführung der ge- 
heimen Abstimmung, d. h. einer den factischen Einfluss der 
Grundherrmn vermindernden Einrichtung (Juli 1881). 
Die Review freut sich, dass das Nützlichkeitsprineip in 
Amerika zu praktischer Anerkennung gekommen ist (Januar 
1826), sie eifert vielfach gegen die Staatskirche und die 
Zehnten und ist für volle Trennung von Kirche und Staat 
(April 1826 S. 505, Oetober 1831 S. 338, April 1832 S. 390), 
sie legt bei Beurtheilung von Canning und Huskinson den 
Maassstab der politischen Prineipien Bentham’s an (October 
1831), sie schwärmt für die Pariser Julirevolution wieder 
unter Berufung auf Bentham (October 1831, S. 406), sie höhnt 
über die Furcht vor Angriffen des Volks auf das Eigenthum 
und glaubt, dass Demokratie gerade die beste Sicherheit ge-
	        
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