Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

392 Zweites Buch, Vorbemerkung. 
stark ausgezogen und abgeschrieben, fast so wie Eden’s oft er- 
wähntes Werk. Uebrigens beruht das Werk von Macpherson 
für die Zeit von 1492 bis 1760 fast ganz auf Anderson. Von 
dem Werke Andersons erschien bereits 1773 bis 1779 eine deutsche 
Uebersetzung in Riga, 7 Bände in 8°, 
Ein fast unentbehrliches Buch, wegen des fleissig zusammen- 
getragenen statistischen Materials, ist für die neuere Zeit Porter’s 
Progress of the Nation, das ich nach der Ausgabe von 1851 
zitiren werde. 
Kin überaus fruchtbarer Schriftsteller, weithin bekannter 
Epigone der classischen Nationalökonomie und typischer Man- 
shestermann ist Mac-Culloch. Nicht wegen seiner theoretischen 
Schriften, auch nicht wegen seiner dankenswerthen Ausgaben 
älterer Schriftsteller, sondern wegen seiner statistischen Arbeiten 
erwähnen wir ihn, die als Nachschlagebücher und kurze Zusammen- 
stellungen von "Chatsachen durchaus brauchbar sind. Hierher 
gehört sein Dictionary of commerce und sein Statistical account 
f the Britisch empire, London 1837. Letzteres Werk enthält 
ınter Anderem auch gedrängte Zusammenstellungen der Haupt- 
etappen der Entwicklung von Industrie und Handel, die, wenn- 
gleich nur Aeusserliches darbietend, gelegentlich bequem neben 
Anderem benutzt werden können, ohne dass dabei das reine Man- 
>hesterthum (vergl. oben Seite 232—233) des Verfassers stört. 
Einige für die Geschichte ‘der Grossindustrie wichtige That- 
sachen. enthält I. A. Langford, a century of Birmingham lite 
1741— 1841, Birmingham und London 1861, ein Buch, das 
zunächst nur eine trockene und gewissenhafte locale Chronik ist. 
Kin älteres Werk ähnlicher Art ist Aikin, a description of the 
country round Manchester, London 1795: ein äussert fleissiges 
geographisch-statistisches Handbuch mit vielen historischen Notizen, 
sehr werthvoll nicht nur als Zustandsbeschreibung für das Ende 
des vorigen Jahrhunderts, sondern insbesondere auch dadurch, dass 
es über die Entwicklung der grossen Industrie äusserst brauchbares 
Material enthält. Es ergänzt das oft erwähnte Werk von Eden, 
welches mehr von der Lebensweise der Arbeiter und vom Armen- 
wesen handelt, indem es mehr die Aenderungen der gewerblichen 
Verhältnisse beschreibt, allerdings nicht überall gleichmässig. 
Hervorzuheben sind seine Darstellung der Entwicklung des Canal- 
wesens, der Baumwollenindustrie in Manchester und der Wollen- 
industrie in Leeds, woraus ich verhältnissmässig viel Bedeutsames 
entnehmen konnte. 
Von. der Wollenindustrie handeln folgende Werke: John 
Smith, memoirs of Wool, 2te Auflage, London 1757, eine reich- 
haltige, nicht gerade gut geschriebene Materialsammlung . die sich
	        
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