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Zweites Buch, Vorbemerkung.
über die Entstehung und das Wesen der Grossindustrie nichts
beibringt.
Philips Bevan, British manufacturing industries, London 1877,
enthält nur eine dürftige und kurze Zusammenstellung der äusser-
lichsten Thatsachen in Bezug auf Entwicklung und gegenwärtigen
Zustand der Hauptindustrien. Das was es leisten will, wird
jedenfalls von dem jüngst erschienenen Buch von Scherzer, Welt-
industrien, 1880 besser geleistet. Uebrigens enthält auch dies
Buch keine Geschichte der Umwiälzungen im Gewerbewesen und
leidet an dem Fehler, viel Statistik ohne Quellenangabe und
Kritik zu bringen.
Wir wenden uns nun zu bedeutenderen Werken über die
Grossindustrie und betrachten dieselben nach der Reihenfolge des
Erscheinens, Brauchbar und lehrreich ist das kleine Buch:
Richard Guest, a compendious history of the cotton-manufacture,
Manchester 1823. Der Hauptzweck desselben ist, die Verdienste
von Arkwright als technischem Erfinder auf ihr richtiges Maass zu
reduciren; es enthält aber zugleich eine ungewöhnliche klare und
ainfache Schilderung aller Aenderungen der Technik und ihrer
zocialen Wirkung, beschreibt sehr gut, wie die einzelnen Erfindun-
gen sich gegenseitig bedingten und erzeugten, wie die Entwick-
lung der Weberei erst auf die der Spinnerei folgte, wie zuerst
Spinnerei und Weberei sich trennten, bis sie zuletzt unter dem
Dach der Fabrik, statt des Cottages, wieder vereinigt wurden.
Guest erkennt sehr genau wie die neue Abhängigkeit des Fabrik-
arbeiterstandes enistand. Von ihren schlimmen Seiten spricht er
nicht und am meisten beschäftigt ihn, wie der drohenden Concur-
vrenz des Auslandes zu entgehen sei.
Ein viel benutztes Buch ist Babbage, on the economy of
machinery and manufactures, erste Auflage 1832. Es gibt keine
Entwicklungsgeschichte der Industrie und ist nicht auf einer grossen
zocialen Auffassung aufgebaut. Es enthält eine Verbindung tech-
aischer und ökonomischer Erörterungen, wobei die letzteren vor-
herrschen: überall blickt der privatwirthschaftliche Standpunct
durch. Doch ist es ein durchdachtes Buch und vernünftige ge-
mässigte Ansichten haben das Uebergewicht. Gut ist die Dar-
stellung, wie vor Allem Billigkeit der Production ein Hauptinteresse
sei; wie die Uebermacht grosser Anstalten stark auf Arbeitstheilung
beruhe, welche durch wagende Intelligenz organisirender Unter-
nehmer bei vorhandenem grossem Absatz ausgebildet werde, sodass
dadurch technische Erfindungen erst Wurzel fassen. Das Truck-
system und übermässige Kinderarbeit zu verbieten ist nach Babbage
kein verwerflicher Verstoss gegen das Prineip der Nichteinmischung