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Zweites Buch, Cap. 1.
werden sollten. Die Arbeiter überall und die Meister, d. h.
die Fabrikanten und Kaufleute, in London waren meistens
dafür. Man darf aber dieser Meinung der Londoner Fabri-
kanten nicht zu viel Gewicht beilegen, denn ihnen kam es
vor Allem darauf an, sich gegen die Concurrenz der billigeren
Löhne von Macclesfield etc, zu schützen und sie hatten,
wenn überall gleich hohe Löhne gezahlt werden mussten, ent-
schieden noch einen Vortheil, weil sie auf dem grössten
Marktort selbst produeirten. Dass in diesem Gewerbe eine
grosse Anzahl von Capitalisten selbst für die Lohnregulirung
sich aussprach, erklärt sich auch dadurch, dass dieses Gewerbe
relativ wenig vom internationalen Handel abhing und auf den
heimischen Markt angewiesen war, so dass es also sich leichter
auf stätige Verhältnisse einrichten konnte. Die Zollgesetz-
zgebung erschwerte nämlich sehr den Export und machte einen
zoncurrirenden Import unmöglich 1).
Dennoch waren die Stimmen über die Ausdehnung der
Spitalfieldsaet wesentlich getheilt und es wurden sehr triftige
Gründe gegen dieselbe vorgebracht. Das Committee selbst wagte
Jieselbe nur versuchsweise auf die Zeit einiger Jahre vorzu-
schlagen.
Gegenüber den häufigen Aussagen, dass in London zwar
Streitigkeiten, aber keine Unruhen vorkämen, dass dort beide
Parteien zufrieden seien, während anderswo die Meister sich
zu ihrem Schaden selbst unterböten ete,?), wurde nicht nur
geltend gemacht, dass die Spitalfieldsgesetze, so lange sie nur
in London gelten, das Gewerbe von dort vertreiben, sondern
auch, dass sie in unbilliger Weise gute und schlechte Arbeiter
gleichstellen, zur Entlassung schlechterer Arbeiter zwingen,
die Maschinenarbeit unterdrücken ®), dass die Friedensrichter
weder zur Lohnfeststellung, noch zur Entscheidung von Streitig-
keiten die nöthigen Kenntnisse besässen, dass die Lohnregu-
lirung die Einführung neuer Muster verhüte ete.
1) First Report S. 40, 48, Second Report S. 69, 146, 173.
2) Second Report S. 105, 108. 118, 122, 125, 128, 189, 172, 180,
[83 ff.
3) Second Report S. 50—57, 140 ff., 149 , 157 £., 190.