Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Zweites Buch, Cap. 1. 
man sich gewöhnt hatte, bestimmte Preisvorstellungen zu 
verbinden — 
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Was so anfangs nöthig war, erwies sich lange als nütz- 
lich, so lange als‘ die Verhältnisse bis zu gewissem Grade 
stereotyp waren, d. h. so lange kein rascher Wechsel der 
Qualitäten der Waare und ihrer Herstellungsweise stattfand, 
und so lange der directe Absatz des Producenten an den 
Consumenten ohne speculirende Zwischenhändler mit ausge- 
dehnter Concurrenz vorherrschte. KEiner intelligent vorwärts 
schreitenden Production und einem rege entwickelten Handel 
gegenüber aber wurden solche auf den kleinen stätigen Markt 
berechnete Massregeln unmöglich. Wir sehen, dass was von 
ähnlichen Einrichtungen noch bestand, schon im 18. Jahrhun- 
dert schwer lösbare Schwierigkeiten in der Ausführung be- 
reitete, Das 19. Jahrhundert aber musste nothgedrungen 
gründlich damit aufräumen. 
Preistaxen und Marktpolizei bezogen sich natürlich auf 
allgemein verbrauchte unentbehrliche Waaren. So bereitete 
die Kohlenzufuhr nach London der Gesetzgebung grosse Sorge, 
von der wir aber wegen der Existenz von geschlossenen Zünf- 
ten in diesem Handelsgeschäft erst später reden werden. 
Unter. strengen Bestimmungen stand der Butterhandel, in 
welchem aber nichtsdestoweniger fortgesetzt Betrügereien statt- 
fanden.) 
Im März 1737?) wurde darüber gestritten, ob der Käse- 
handel in Chester in der Hand der Factors bleiben oder regu- 
lirt werden solle. 
1762 wurde ®) petitionirt, dass den Metzgern das Schlach- 
ten und Fleischverkaufen im Hause verboten und nur auf 
öffentlichen Märkten gestattet werden solle. Im Avril und 
1) Report on Butter Trade in Ireland 1826; ferner 36. Georg IIL 
cs. 86 und 38. Georg IH. c. 783 und Journals of the House of Commons 
Vol. 51 (Februar und März), Vol. 52 (5. Mai), Vol. 53 (7. Mai). 
?) Journals Vol. 23 S. 69, 139. 
3) Journals Vol. 29 8. 149.
	        
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