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Zweites Buch, Cap. 1.
stimmte, dass die Preise während der ganzen Marktzeit unter
eidlicher Bestätigung der „clerks of the market“ zu Grunde
zelegt werden mussten.
Daraus geht klar hervor, dass die Brodtaxe sich leicht
reguliren liess, so lange der Kornpreis zu jeder Zeit an jedem
Ort eine einfache und notorische Grösse war, so lange der
Mehlpreis in constantem Verhältniss zum Kornpreis stand,
and so lange die Art des Brodbackens eine einfache und
oleichmässige war. Sowie ein speculirender Korn- und Mehl-
handel auftrat und die Mehlpreise in derselben Zeit ungleich
waren, fehlte die richtige Basis für eine allgemein billige
Brodtaxe.
Auch 1774 war man noch unbedingt der Meinung, dass
eine Brodtaxe sein müsse, doch sah man ein, dass diese sich
nicht mehr ausschliesslich nach dem Kornpreis reguliren lasse,
da auch der mit dem Kornpreis nicht immer im gleichen Ver-
hältnisse stehende Mehlpreis in Betracht komme. Die Specu-
lation der Müller, ihre verschiedenartige Produetion und ihre
complicirten Handelsbeziehungen zu den Bäckern bewirkten
also, dass die Brodtaxe sich nicht mehr so einfach und sicher
bestimmen liess. Indessen war der Glaube an die Nützlich-
keit der Reglementirung noch so stark, dass man zunächst
auf den Gedanken kam, auch die Müller einer Taxe zu unter-
werfen.!)
Die Stärke dieses Glaubens zeigte sich auch, als steigende
Kornpreise Noth hervorriefen; zugleich aber zeigen die 8°
machten Vorschläge in ihrer schwer ausführbaren Complicirt-
heit, wie überlebt dieser Glaube war. 17962) wurde vorg6®
schlagen, in Theuerungszeiten sollten die Magistrate die Aus-
scheidung der Kleie über ein gewisses Maximum in den Müh-
len verbieten, sie sollten die Production von feinem Mehl, das
Backen von Brod aus Mehl mit Abzug von mehr als 5 Pfund
Kleie auf 60 Pfund Weizen verbieten etc. Zugleich wurde
1) Report on Methods practised in making flour from Wheat et6,
14. Juni 1774.
2%) Fourth and Fifth Report on the High Price of Corn. 3. u. %
März 1796.