Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Zweites Buch, Cap. 2. 
nischen Sklavenhandels., In diesen Resolutionen kamen folgende 
Sätze vor: I. „Der Schöpfer des Weltalls hat verschiedene 
Theile der Erde mit verschiedenen Produeten begabt und da- 
durch die Grundlage des Handels ‚gelegt. Dieser hat den 
Zweck der Ausgleichung der Bedürfnisse und des gegenseitigen 
Austauschs von Gütern. Er kann mit sicherem Erfolg der 
Regulirung durch die gegenseitigen Interessen überlassen wer- 
den und sollte so weit als möglich frei von allen Beschrän- 
kungen bleiben. — VI. Friede ist der natürliche und sollte 
der untrennbare Begleiter des Handels sein. — X. Der 
Fortschritt der Zeit und die Erfahrung haben nun alle Gründe 
aufgehoben, die einst zu Gunsten des exclusiven Handels mit 
Indien sprachen, nämlich die Gefahr und Kosten eines Han- 
dels auf so weite Entfernung, Der freie Handel und die freie 
[ndustrie von Grossbritannien haben solche Vermehrung von 
Reichthum und Ansammlung von Capital erzeugt, dass kein 
Unternehmen mehr für private Kaufleute zu gross ist. Die 
geniale Arbeitskraft und das Talent unseres Volkes sind so 
gross, dass es kein Land der Erde giebt, mit dem sie nicht 
einen freien Handel und zwar annähernd im Verhältniss zu 
seinem Reichthum und zu seiner Bevölkerung gewinnreich 
machen könnten. Und so gross sind Geschicklichkeit und 
Muth unserer Seeleute, dass keine Küste so gefährlich, kein 
Land so weit entfernt ist, um ihren Muth zu dämpfen und ihr 
Landen zu verhindern.“ — 
Die folgende Kriegszeit drängte die freihändlerischen Ten- 
denzen zeitweilig in den Hintergrund. Sie traten später in 
der Manchesterer Industrie und im Liverpooler Handel mit 
verstärkter Kraft und siegreich wieder auf. Die Gesinnung 
der Vertreter des Freihandels blieb dabei dieselbe wie im 
vorigen Jahrhundert. Auch sie vertraten einseitige Interessen 
und es bleibt eine Schmach, dass dieselben Interessenkreise. 
welche zuerst die Fahne des Freihandels erhoben, sich lange 
gegen die Unterdrückung des Sklavenhandels gewehrt haben. 
Aber doch bleibt es wahr, dass die Interessen der Freihändler 
mehr mit dem allgemeinen Interesse des Landes zusammen- 
fielen als die der schutzzöllnerischen und monovolistischen
	        
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