Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Zweites Buch, Cap. 3. 
vorhanden war oder nicht, vorliegen, stammen dieselben meist 
erst aus späterer Zeit, gestatten aber Rückschlüsse auf die Ver- 
gangenheit. Trotz dieser Nothwendigkeit einer sozusagen in- 
directen Beweisführung hoffe ich dennoch, dass es gelingen 
wird, die behauptete Thatsache über jeden Zweifel zu er- 
heben. — 
S$ 2. Die Herrschaft der Hausindustrie. 
Wie schon erwähnt, erregte die Herabdrückung der Hand- 
werker zu Hausindustriellen wenig die öffentliche Aufmerksam- 
keit. In den officiellen Untersuchungen des 18. Jahrhunderts 
wird diese wichtige Thatsache nur selten und beiläufig er- 
wähnt, weil sie mit keiner scharf in die Augen springenden 
und jähen Veränderung in den äussern Lebensverhältnissen 
der Arbeiter verbunden war. Der schon mehrmals benutzte Re- 
port on the Woollen Manufacture von 1806 ist der erste, wel- 
cher die Hausindustrie als solche principiell zum Gegenstand 
der Untersuchung macht. Damals war aber die Hausindustrie 
selbst schon im Niedergang begriffen und sie wurde beachtet, 
weil sie einen schweren Kampf ums Dasein gegen die neue 
Fabrikindustrie kämpfte. Man kann aber aus dem Report 
entnehmen, wie die Zustände in der Hausindustrie eigentlich 
beschaffen waren und da sie in diesem Report zum erstenmal 
fficiell beschrieben werden, so wollen wir damit unsere Dar- 
stellung beginnen. 
Es existirten damals noch Maschinenausfuhrverbote, Auf- 
sicht über die Technik und Lehrlingsgesetze. Insbesondere 
existirten aber auch Gesetze, welche gewisse Maschinen ver- 
boten und die Zahl der Webstühle beschränkten, die in einem 
Hause stehen durften, Letztere Gesetze waren direct gegen 
die Ausdehnung der Manufacturen und Fabriken gerichtet. 
Der Report unterscheidet nun drei Betriebsformen der 
Tuchindustrie, welche genau unsern drei Formen des Hand- 
werks. der Haus- und der Fahbhrikindustrie entsprechen und
	        
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