Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Zweites Buch, Cap. 3. 
Jahren an und gebrethliche Greise beschäftigt.!) 1738 berufen 
sich schutzzollbegehrende Leinwandindustrielle darauf, dass 
ihre Industrie Kindern und Weibern Erwerb verschaffe und 
beklagen sich über die Materialunterschlagungen der armen 
Leute.?) Die Thatsache, dass Kinder und alte Weiber in der 
Leinenindustrie beschäftigt sind, wird auch 1744°) bestätigt, 
und 1778 *) tritt uns die englische Leinenindustrie in ihrem 
harten Kampf gegen die deutsche Conecurrenz vollständig als 
ein auf den Weltmarkt speculirendes im Grossen betriebenes 
Gewerbe entgegen, in welehem einzelne „Manufacturers“ 
zweihundert Webstühle haben. 
Was die Seidenindustrie betrifft, so zeigen schon die Spi- 
talfıeldsgesetze, dass die mechanische Arbeit und das den 
Handel betreibende Capital völlig getrennt waren. Auch in 
dieser Industrie ist uns Kinderbeschäftigung als etwas gewöhn- 
liches bezeugt °) im Jahre 1765, und Materialunterschlagungen 
wurden 1773 besonders verfolgt®. Von der Seidenindustrie 
in Coventry wissen wir, dass die Arbeiter in Coventry, die 
Meister in London lebten ’) und dass Hunderte von Kindern 
unter sechs Jahren darin beschäftigt waren. Zwischen den 
kaufmännischen Herrn des Gewerbes und den Arbeitern stan- 
den vielfach Mittelspersonen (undertakers).®) 
In der Seidenindustrie existirten im Anfang des Jahrhun- 
derts auch geschlossene Fabriken oder grosse Manufacturen, 
obwohl diese Industrie bekanntlich damals noch wenig tech- 
nische Fortschritte gemacht hatte. Aber auch damals war es 
die Regel, dass solche Fabrikanten neben ihren Fabrikarbei- 
1) Journals Vol. 22 S. 568. 
?) Journals Vol. 23 S. 26, 67. 
%) Report on the Petition of the Dealers in and Manufacturers of 
Linens. 
*) Report on the Present State of the Linen Trade. 
5) Journals Vol. 30 S. 31, 93. 
5) Journals Vol. 47. 25, April 1792, 
7) Report on Ribbon Weavers Petitions 1818. 
3a. a. O0. 8. 18, 22,
	        
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