Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Uebermässige Arbeitszeit. 
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Älteren von 1816 und 1833. Nach diesem Bericht war in der 
Metallwaarenindustrie von Birmingham, Wolverhampton und 
Sheffield Arbeit von unter achtjährigen Kindern selten, dafür 
aber die Behandlung der Lehrlinge, namentlich bei den klei- 
neren Meistern ganz besonders niederträchtig. !) 
In der Maschinenspitzenindustrie kamen vierjährige Kin- 
der vor, die täglich zwölf, und sechsjährige, die täglich fünf- 
zehn Stunden arbeiteten und selbst ein Fall von regelmässiger 
Beschäftigung eines zweijährigen Kindes wurde nachgewiesen, ?) 
Ebenso waren in der Strumpfwirkerei und Kattundruckerei 
fünfjährige Kinder und selbst vierjährige zu finden %), während 
in der Papierindustrie das jüngste vorgefundene Kind neun 
Jahre alt war. 
Wir fügen noch einige Notizen bei über die Ausbeutung 
der Arbeiter überhaupt: 
In vielen Gewerben, z. B. in der Glasfabrikation und der 
Kattundruckerei war Nachtarbeit regelmässig *), anderswo kam 
18stündige oder unbegrenzte Arbeitszeit vor. % 
Auch auf solche Gewerbe, in denen die Maschine direct 
keine Revolution hervorgerufen hatte, erstreckte sich das Un- 
wesen einer übermässigen Ausdehnung der Arbeitszeit; nament- 
lich entwickelte sich dies bei den Schneidern während der 
Saison, die überdies in unerträglich überhitzten Räumen zu- 
sammengepfercht arbeiten mussten.®) — 
Die Manchestertheoretiker haben freilich aus diesen offi- 
ciellen Berichten, d. h. aus den Aussagen der Fabrikanten, 
Zeugnisse dafür beigebracht, dass die Arbeiter der Grossin- 
dustrie sich ausserordentlich wohl befinden, dass die lange 
Arbeitszeit der Erwachsenen und Kinder von den Arbeitern 
selbst gewollt ist. ihnen nützliche Beschäftigung bringt und 
ya a 0.8. 7, 80, 100 £ 
aa 0.5. 10£ 
3a. a O. S. 11, 12. 
4a. a. 0. 8. 66. 
5) a. a. O0. S. 59, 64. 
Sa a O0. S. 115—121. 8. auch unseren Anhang unter K.
	        
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