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Zweites Buch, Cap. 5.
schwere Noth und leider sind diese Krisen eine sich constant
wiederholende Erscheinung geworden.
Es kann hier nicht meine Absicht sein, die Lehre der
Krisen dogmatisch zu behandeln. Uns interessirt hier vor
Allem die Thatsache, dass sie in der Zeit der Entwicklung
der Grossindustrie sich als ein periodisches Uebel einstellten
und die Folge hatten, dass nothwendig ein Theil der gewerblichen
Arbeiter, die sogenannte Arbeiter-Reserve-Armee, nur
in den allerbesten Zeiten voll beschäftigt werden konnte. Optimistische
Lobredner der Grossindustrie erwarteten Verschwinden
des Uebels vom Freihandel!) — heute verlangen unsere
deutschen Industriellen Schutzzölle als Gegenmittel gegen die
Krisen!
In der That liegt die Sache so, dass die Häufigkeit der
Krisen einfach mit der Erstarkung und Ausdehnung der Grossindustrie
zugenommen hat.?) Schon in unserer Periode aber
waren sie eine so ernste Erscheinung, dass sie zum Gegenstand
besonderer parlamentarischer Untersuchung wurden %)
und zwar handelte es sich jetzt nicht mehr darum, das Capital
in der begünstigten Industrie durch Schutzzölle und ähnliche
Maassregeln vor Verlusten zu bewahren, sondern man
erkannte die Noth der Arbeiter als eine öffentliche Frage an.
Nach dem erwähnten Bericht waren gegen Ende unserer
Periode die Löhne in der Industrie im Allgemeinen von geaügender
Höhe *), aber diese Löhne- waren nicht sicher, Hülfe
) Cooke Taylor a. a. 0. 5. 44 ££
2 Marx a, a. O0. 5. 449.
3 Report on the Means of lessening the evils arising from the Fluc-{uation
of Employment in manufacturing districts, 1830.
%“ Der Bericht macht folgende Angaben:
Baumwollindustrie; es giebt vier Classen von Arbeitern:
L. mit 20 Sh. Wochenverdienst (Männer),
2. mit 12 Sh. Wochenverdienst (Männer und Frauen),
3. mit 7 Sh. Wochenverdienst (Männer und Frauen),
4. mit 2 Sh. 6 pence Wochenverdienst (Männer und Frauen;
anch Kinder).