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Belegstellen.
ziehen. Da es aber unmöglich ist, durch irgend welche mit dem
praktischen Erfolge vereinbare Geldanlage diese glücklicherweise
weder zahlreichen noch grossen Bergwerke in einen solchen Stand
zu setzen, dass menschliche Wesen darin zu arbeiten vermögen,
so wird dies niemals erreicht werden, und die Folge davon ist,
dass die darin arbeitenden Kinder unvermeidlich eine grosse und
nicht wieder gut zu machende Benachtheiligung ihrer Gesundheit
erleiden müssen.
RK.
Zu Seite 632, Anmerkung 1.
Zustände der arbeitenden Kinder in Gewerben und
Manufacturen.
Children’s Employment Report II, 1843, S. 195.
Wir finden in Gewerben und Manufacturen folgende Zustände:
Es kommen Fälle vor, dass Kinder schon im Alter von drei und vier
Jahren zu arbeiten anfangen und nicht selten im Alter von fünf und
zwischen fünf bis sechs Jahren, während im Allgemeinen die regel-
mässige Anstellung mit sieben oder acht Jahren beginnt. Die grosse
Mehrzahl der Kinder haben also vor dem neunten Lebensjahre ange-
’angen zu arbeiten, obgleich es einige wenige Gewerbe giebt, bei
welchen die Kinder erst vom zehnten oder gar zwölften Lebensjahre
an oder in noch vorgerückterem Alter angestellt werden.
In allen Fällen, wo ganz kleine Kinder schon beschäftigt werden, sind
es stets die Eltern selbst, die dieselben so frühzeitig im eigenen Haus
and unter eigener Aufsicht zu irgend einer Verrichtung anstellen ;
aber in jeder Alterstufe, von fünf Jahren und darüber an, fangen die
Kinder schaarenweise in kleineren oder grösseren Manufacturen zu
arbeiten an.
Ein grosser Theil von all den in diesen Gewerben und Manufacturen
seschäftigten Personen besteht aus jungen Leuten, die das dreizehnte
Lebensjahr noch nicht erreicht haben und ein noch grösserer Theil
aus solchen, die zwischen 13—18 Jahre alt sind, obgleich in einigen
Fällen die Zahl derjenigen, die noch nicht dreizehn sind, der Zahl
lerer zwischen dreizehn und achtzehn Jahren gleichkommt, ja dieselbe
sogar, wie es einzelne Beispiele beweisen, noch übersteigt.
In verhältnissmässig sehr vielen dieser Gewerbe und Manufacturen ar-
beiten Mädchen in demselben zarten Alter mit Knaben zusammen; in
einigen sogar ist die Anzahl der Mädchen grösser als die der Kna-
ben: und in einigen wenigen Fällen wird die Arbeit, insoweit als sie
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