Full text : Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Belegstellen.

Las
Zu Seite 640, Anmerkung 1.
Gesundheitszustand der arbeitenden Bevölkerung
Grossbritanniens.
Report from the Poor-Law-Commissioners on the sanitary con-Jition
 of the labouring population of Great-Britain. London
 1842,

Seite 18. Der Bericht eines der medicinischen Beamten der West-Derby-Union
 über die Lage der arbeitenden Bevölkerung in Liverpool
zeigt uns, dass die in Frage stehenden Uebel nicht auf die Arbeiterbevölkerung
 der Stadt selbst beschränkt sind,
Die Lage der Wohnungen der arbeitenden Bevölkerung lässt in Bezug
 auf die umgebende Luft nichts zu wünschen übrig; allein Bauart und
innere Einrichtung derselben sind nichts weniger als günstig. Die Häuser
sind im Allgemeinen mehr zum Nutzen der Grundbesitzer, als zur Bequemlichkeit
 der Armen gebaut. Sie bestehen gewöhnlich aus drei Räumen,
lem Wohnzimmer, in welches die Hausthür mündet, und zwei über einander
 gelegenen Schlafzimmern. Unter dem Wohnzimmer befindet sich
zin Keller, der, an eine dürftigere Classe von Arbeitern vermiethet, fast
durchgehends klein, feucht und oft über alle Maassen mit Menschen angefüllt
 ist.
Diese Keller sind nach meiner Ansicht die Quelle vieler Krankheiten,
besonders von Katarrh, rheumatischen Affectionen, typhus mitior und 80-zar
 typhus gravior. Kaum braucht hinzugefügt zu werden, dass die Möbel
und das Bettzeug den elenden Bewohnern solcher Häuser entsprechend
sind. Die Zimmer über dem Wohnzimmer werden oft einzeln von dem
Miether an Aftermiether abgelassen, so dass bis zu sechs, ja acht Individuen
 in einem jeden Zimmer hausen. Die schmutzigen Gewohnheiten,
lie Trägheit und fortwährende Anhäufung von Unrath thun das Ihrige, um
ansteckende und gefährliche Krankheiten zu erzeugen. Die nicht. nach
ler Strasse gehenden, sondern in ‘hinteren Hofräumen gelegenen Häuser
bieten noch traurigere Zustände dar. Die Keller sind noch kleiner, feuchjer
 und ungesunder. Gewöhnlich ist nur ein Ort zur Aufnahme des Unzaths
 in einem Hofraum für acht, zehn oder zwölf dicht bewohnte Häuser.
 Im Jahre 1836—37 behandelte ich eine aus dreizehn Gliedern bestehende
 Familie. Zwölf hatten Typhus, ohne dass ein Bett in dem Keller
oder auch nur Stroh daselbst vorhanden gewesen wäre. Die Kranken
lagen acf dem Fussboden und zwar so dicht neben einander, dass
ich kaum zwischen ihnen hindurch geben konnte. In einem andern Hause
befanden sich nur zwei Betten für vierzehn Patienten. Nie hatten die
Kranken die Kleider gewechselt.
            
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