Object: Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

AS an 
den Arbeit“ lagen). Daher kommt in dieser Bewegung 
der Kopfquote an Ertrieb nicht etwa zum Ausdruck, „was 
durch die Arbeit mit der Produktion“, sondern viel eher etwas, 
„was durch die Produktion mit der Arbeit geschehen ist“ 2). 
Wo eine Zunahme der Kopfquote vorliegt, ist also die 
Arbeit entbehrlicher geworden, weil „der Betrieb rationeller 
gestaltet erscheint und dies hauptsächlich der Herabdrückung 
der erforderlichen Arbeitsmenge frommt“ ?), wie denn über- 
haupt „dank einer technisch vernünftigen Gestaltung“ des 
Betriebes die Arbeit „ihre fortschreitende Ausschaltung 
aus der Produktion“ erleidet ®). In unserem Falle erfolgte 
eine solche Einsparung von Arbeitern z. B. durch An- 
schaffung des Schlagwerkkranes, was bei der statistischen 
Berechnung sich zwar als ein Anschwellen der Produktion 
auf den Kopf des Arbeiters ausdrücken würde, aber gleich- 
bedeutend war mit einer „Minderung der Arbeit, die auf 
die Einheit des Produktes entfällt“ *). „Man müßte also 
jene Vergleichszahl gleichsam umstürzen, statt auf den 
Kopf des Arbeiters die Produktenzahl, ... auf die Einheit 
des Produktes die erforderliche Arbeitszeit ausrechnen; 
dann erst bekäme man eine unmittelbar sinnvolle Ver- 
gleichszahl“ *); diese würde „die fortschreitende Ausschal- 
tung von Arbeit“ ausdrücken und ein Bild davon geben, 
wie „Sich eine verminderte Arbeitsleistung auf erhöhte 
Mengen von Produkten“ *) verteilt. Wenn also etwa, 
wie in den erwähnten Klöckner-Werken (siehe S. 43), ein 
Hochofen, dessen Leistungsfähigkeit durch Vergrößerung 
?) Darüber hinaus muß sogar festgestellt werden, daß die „aus- 
führende Arbeit“ wegen der Eigenart des Hochofenprozesses grundsätz- 
lich nicht imstande ist, die Produktion im Hochofenbetrieb zu beein- 
flussen. 
°) v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 105. 
*) v. Gottl-Ottlilienfeld, Arbeit als Tatbestand des Wirtschafts- 
‘ lebens, S. 314. 
*) 7. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 105.
	        
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