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ïuidero l^uiikte, nameiitlioh die Beziehinigeiilüiets zur schola^di-
Bcheii (Delconoinie der I)eut8chen llnivorBitäteu behaiidelL
Von dem wisseuBchaftlich volkswirthschaftlichen TJrtheil des
]3iograj)hon lomn inau gamz sclnveigeii. Idmi iruusa
diese Art von Lebensbearbeitung und Recbenscbaftsablegung, die
den Deutschen Nationalökonomon par excellence ^n Beiten
der professoralen Charakterlosigkeit eines dürftigen Historikers
nachträglich getroffen hat, als ein Nachspiel zu den im Leben
selbst ^probten Schicksalen ansehen. Halbe oder sogenannte
Freunde haben ihm vor und nach dem Tode durch i le
Schwächlichkeit und Hrtheilslosigkeit mehr geschadet, als die
stärksten Angriffe der Feinde in theoretischer Beziehung ver
mochten. List steht daher auch mit seiner literanschen
Hinterlassenschaft, die bis jetzt erst zu einer fast dürftig zu
nennenden Ausgabe und zu äusserst unzulänglichen, vo ks-
wirthschaftlich unkritischen Mittheilungen aus seinem vmlge-
staltigen Leben geführt hat, noch immer als eine Erscheinung
da, deren volle Würdigung erst mit dem Dasein eines in der
Freiheit mächtigen Deutschland zu erwarten ist. Ausser dem
besondern Interesse der Nationalökonomie kommt bei Allem,
was List betrieb, die allgemeine Geschichte und Politik so
sehr in Frage, dass man es später bedauern würde, wenn in
dieser Richtung die wichtigen und zuverlässigen Indicien, die
seine privaten Kundgebungen und seine zerstreuten literanschen
Arbeiten von geringer Zugänglichkeit enthielten, unbenutzt
bleiben müssten. .
Dio kleineren Aufsäteo im erwähnten “
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welcher die schon im „Nationalen System ansgefuhrten The
mata speeieller ins Ange fasst, bedarf keiner besondern Auf-
zählnng. Auch auf den reichen Inhalt an politischen Gesichts-
punkten, den man hier antiifft, können wir nicht näher em-
gchen. Das Wesentlichste davon ist übrigens auch im Haupt-