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Die Zukunft der südrussisohen Eisenindustrie.
lagen mit Bahnbetrieb zu schaffen, unter denen auch einige deutsche
Unternehmungen waren. Im Jahre 1907 hatte man noch 395 in
Tätigkeit befindliche Grubenbetriebe gezählt, deren Zahl aber im
Jahre 1912 auf 206 zusammengeschmolzen war.
Der durch Schürfungen festgestellte Erzvorrat soll ungefähr
2 Milliarden Pud 1 ) betragen. Das zum Versand gelangende Erz
hat im Durchschnitt 50°/ 0 Mangan, 6—8 °/ 0 Kieselsäure bei 0,05 bis
0,17°/ 0 Phosphor.
An zweiter Stelle steht das Manganerzvorkommen bei Ni-
kopol am Dnjepr im Gouvernement Jekaterinoslaw. Das Mangan
erzfeld erstreckt sich auf 8000 ha, von denen im Jahre 1912 nur
30 ha im Tagesbau erschlossen waren und 14 ha unter Tage in einer
Tiefe bis zu 30 m ausgebeutet wurden. In der Art des Auftretens
ähnelt das Erzlager von Nikopol dem von Tschiaturi. Die Mächtigkeit
der Flöze schwankt zwischen 0,3 und 3,8 m und beträgt durchschnitt
lich 1.5 m. Die Förderung wurde in 4 größeren Gruben betrieben,
von denen 3 Aktiengesellschaften gehören. Eine der bedeutendsten
Gruben ist die der südrassischen Hüttengesellschaft „Dnjeprovienne“.
Der durch Schürfungen festgestellte Erzvorrat wurde auf
700 000 000 Pud 2 ) geschätzt.
Das dritte Vorkommen ist im Ural. Es ist unbedeutend und
war an der gesamten Manganerzausbeute Rußlands nur mit unge
fähr 1 /-2°/o beteiligt.
Die Manganerzgewinnung Rußlands verteilte sich auf die 3 oben
genannten Bezirke in den Jahren 1900—1915 wie folgt:
Im Jahre
Kaukasus
Südrußland
Ural
Gesamtförderu n g
In Tausend Pud
1900
40288
5407
174
45869
1901
22788
4243
215
27246
1902
25925
3503
375
29803
1903
22974
2091
197
25262
1904
20256
3693
220
24169
1905
20876
9235
272
30383
1906
50169
9584
294
60047
1907
40832
16444
410
57686
1908
6955
11015
310
18280
1909-
36506
4051
10
40567
1910
33805
10870
56
44731
1911
28635
12339
150
41124
1912
35299
14559
195
50053
1913
59188
16188
1189
76565
1914
40446
14600
220
55266
1915
15 737
16854
200
32791
*) Ungefähr SB 000 000 t.
2 ) Ungefähr 11000000 t.