Contents : L' economia italiana dal 1919 al 1929

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dem  nur  eine  endliche  entschlossene  Ausführung  des  bestehenden ­
  Gesetzes  ein  Ende  zn  bereiten  vermöchte.
Die  Ausführung  der  klaren  gesetzlichen  Bestimmungen
betreffs  der  Abgabe  der  delietischen  und  arg  verwahrlosten
Jugend  an  Besserungsanstalten  muss  durch  die  Errichtung
der  nothwendigen  Anzahl  derselben  ermöglicht  werden,  das
verlangt  der  sittliche  Gedanke  des  Rechtes  und  der  ans  dasselbe ­
  fußenden  Gesetzgebung  an  sich;  der  Hinweis  ans  die
Ersprießlichkeit  einer  ans  diesem  Gebiete  gleichzeitig  wirkenden ­
  Privatwohlthätigkeit  vermag  die  Berechtigung  jener  Forderung ­
  nur  zu  erhöhen,  keineswegs  aber  irgendwie  in  Frage
zu  stellen.
Eine  weitere  Einwendung  wird  gegen  die  ergiebige  Vermehrung ­
  der  „Besserungsanstalten"  wegen  des  socialistischen
Beigeschmackes,  der  der  Zwangserziehung  anhaften  soll,  erhoben ­
  und  dabei  wird  zugleich  der  Versuch  gemacht,  das
System  dadurch  ad  absurdum  zu  führen,  dass  man  die
Zwangserziehung  in  unangemessener  Weise  auf  die  weitesten
Kreise  der  Bevölkerung  ausgedehnt  wissen  will.
Der  Familie  und  der  Schule  müßte  es,  so  behauptet
man,  vorbehalten  bleiben,  Jugendliche,  die  mit  dem  Strafgesetze ­
  in  Collision  gerathen  sind,  oder  solche,  von  denen
sich  mit  Rücksicht  auf  die  persönlichen  Verhältnisse  derselben
die  Begehung  einer  strafbaren  Handlung  mit  hoher  Wahrscheinlichkeit ­
  besorgen  lässt,  auf  den  richtigen  Weg  zu  bringen
und  auf  demselben  zu  erhalten.
„Sei  dagegen,"  so  fährt  jene  Argumentation  weiter  fort,
„die  Anhaltung  der  in  Familie  und  Schule  vor  Verderbnis
nicht  ausreichend  geschützten  Jugend  in  „Besserungsanstalten"
nothwendig,  bann  müsste  die  Zwangserziehung  ans  alle
Jene  ausgedehnt  werden,  deren  Familienverhältnisse  die
Bürgschaft  für  eine  vollkommen  zweckmäßige  Erziehung  zu
bieten  nicht  vermögen;  damit  wäre  aber  der  Weg  zu  der  von
den  Soeialpolitikern  extremster  Richtung  begehrten  staatlichen
Erziehung  der  Kinder  überhaupt,  unter  gleichzeitiger  Auflösung ­
  des  Familienlebens  in  bedenklicher  Weise  geöffnet!"
Wir  wollen  es  versuchen,  diese  Einwendungen,  welche
bei  oberflächlicher  Beurtheilung  manche  Anhänger  für  sich
gewinnen  könnten,  in  gedrängter  Kürze  zu  widerlegen.
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