thumbs: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND. - Anhalt. 
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In Waldeck ward zur Erzielung obiger Einnahme die Classen-, Ge 
werbe- und Grundsteuer um 12% Proc. erhöht. — In Pyrmont röhren 
(1564) 44,059 Thlr. Einn. von den Domänen her. Der Landtag be 
schloss Cassenvereinigung mit Waldeck. Zu Pyrmont besteht bekannt 
lich noch eine Spielbank. 
Schulden (1854) 1’520,000 Thlr. 
Truppen. 3 Compagnien, Contingent S66 M. Vor der franz. Re 
volution hielt der damal. Fürst 5 Comp, »der schönsten Leute, a Für 
den amerik. Krieg verkaufte er 1225 M., von denen 720 nicht wieder 
kehrten. 
26. Anhalt (Herzogthum\ 
1 )e.ssau , . 
Cöthen . . 
Bernburg . 
Zus. 
Anhalt ward 1603 in 4 Staaten getheilt. Nach Aussterben der 
Zerbst’sehen Linie, 1 793, theilten sich die 3 andern in deren Gebiet, doch 
erhielt die russische Kaiserin Katharine II., als Zerbst’sehe Princess, die 
Herrschaft Jever an der Nordsee. Die Cöthener Linie erlosch 1849, die 
Bemburgeram 19. Aug. 1 803. Nachdem die Verfassungsurkunde Dessau’s 
vom 29. Oct. und Cöthens vom 28. Oct. 1848 durch herzogl. Patent 
Vom 4. Nov. 1851 aufgehoben worden, declarirte ein neues Patent vom 
22, Mai 1853 die Vereinigung dieser beiden Herzogthümer zu einem 
Staate, Am 17, Sept. 1859 erschien eine Landschaftsordnung für die 
sämmtlichen Anhalt’sehen Herzogthümer. Die definitive Verbindung 
Bernburgs erfolgte mit dem 1. Oct. 1804. Das Verfassungsgesetz des 
Letzten v. 28. Febr. 1850 war im April 1855, dann Sept. 1859 ge 
ändert worden. 
Der Finanzetat, 18'%, für Dessau zu 590,000, für Cöthen zu 
449,888 Thlr. bestimmt, war für diese vereignigten Herzogthümer 18=%; 
auf 1’303,500, 1858 auf 1’084,495, dann 1801 auf 1’847,278 Einn. 
und 1’841,513 Bedarf, 1802 auf 1’929,351 und 1’907,614, und 1804 
auf 2 1 57,944 und 2’150,715 Thlr, gesteigert. Unter den Einnahmen 
erschienen 1804: Domänenertrag 795,034, Steuern l’l 93,105 (für 1801 
finden wir aufgeführt : directe Steuern 131,273, indirecte 802,180), 
Sporteln 78,01 5, Regalien 20,1 20, Schulgelder 277,700: unter den Ausg.: 
Hof 180,000 (1801 198,250), Finanzen 1’182,585, Schuld 130,700, 
Militär 102,704, Bauwesen 197,025, Pensionen 78,805, Cultus und 
Unterr. 132,091, Deutsch. Bund 23,000, Gesandtschaften 2420, Ju 
stiz 81,889. 
Der Finanzetat Bernburgs für 1804 schloss ab mit 1’280,028 
Einn. und 1’203,G12 Ausg. Unter den Einn. : aus Domänen, Berg 
werken und dingl. Rechten 618,289, directe Steuern 53,373, indirecte 
552,529, Sporteln 30,914; — unter d. Ausg. : Hof 82,062, Staats- 
Q-M. 
15 
13 V. 
15 
Bevölk. 1861 
124,013 
57,811 
43 V. 181,824 
Studie (1861) : 
Dessau 
Bernburg. 
Cöthen 
Zerbst. . 
15,613 
11,058 
10,503 
Die mittelbaren Besitzun 
gen des Herzogs in Preuss.- 
Sachsen, Ostpreussen u. der 
Krim umfassen gegen 15 
Q.-M., ungerechnet die v. 
10,480 I Bernburg ererbten.
	        
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