16 Vierundzwanzigstes Buch. Erstes Kapitel.
Interesses stehenden galvanischen und magnetischen Experimente
nicht ohne Bedeutung gewesen zu sein scheinen!. Er fand
nämlich in der Natur den Drang, aufs Intelligente zu kommen:
eine vollendete Theorie der Naturwissenschaft würde daher nach
ihm alle Natur in Intelligenz aufzulösen imstande sein; ja sie
würde zu zeigen vermögen, daß Natur und Geist im Grunde
identisch seien. So muß es denn nach ihm einen Punkt, einen
Urgrund geben, ein Absolutes, von dem aus die Natur lang⸗
sam bis zu dem Minimum von Geist herabsank, das wir in
ihren elementaren Erscheinungen ahnen, und von dem andrer—
seits sich die Welt der Geschichte zu jenem Maximum des
Geistes erhob, das die Menschheit kennt und erlebt hat.
Dabei müssen die Stufen dieser Entwicklung im wesentlichen
parallel verlaufen sein. Nach welchen Prinzipien aber ent—
wickelte sich nun der Urgrund beiderseits? Es geschah nach
Schelling, sehr begreiflich nach dem Vorgange der Fichteschen
Philosophie, im Verlaufe und nach dem Grundsatze der Abfolge
von Thesis, Antithesis, Synthesis. So entwickelte sich nach
diesem Schema nach der Seite der Natur hin zunächst Re⸗
produktionskraft, Irritabilität und Sensibilität, darauf Magne—
—
Wärme: bis mit Abstraktion, Repulsion und Schwere die heute
elementarsten aller Kräfte der Natur erreicht wurden. Die
Entfaltung nach der Seite des Geistes aber war nach Schelling
gleich umfassend und wurde als in verwandten Potenzen und
Stufen vor sich gehend gedacht, ist indes von unserm Philo—
sophen nicht in gleicher Ausführlichkeit behandelt worden.
Was aber erschien Schelling nun als das eigentlich
Treibende dieser ganzen Entwicklung? Unter welcher Ein—
wirkung dachte er sich den indifferenten Urgrund zu den
letzten Polen der Natur und des Geistes, zum objektiven Re—
alen und zum subjektiven Ideellen hin organisiert und aus—
gewirkt? Er nahm hierfür als Kraft eine besondere Weltseele
S. zum folgenden auch unten zweites Kapitel Abschnitt IV und
drittes Kapitel Abschnitt II.