Vorwort.
Bibliographien herzustellen, die es jedermann recht machen,
ist, soweit es sich um Auswahlen von Büchern und Titeln
handelt, bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich schmeichle
mir nicht, im folgenden die Quadratur des Zirkels gelöst zu
haben. Allein soweit eine Bibliographie Niederschlag mannig—
facher Erfahrungen werden und dadurch schließlich vielen Be—
dürfnissen entgegenzukommen geeignet sein kann, glaube ich doch
auf ein freundliches Urteil der Benutzer hoffen zu dürfen.
Die Anfänge der folgenden Titelzusammenstellungen sind
natürlich mit dem Erwachsen der „Deutschen Geschichte“
selbst eutstanden und weisen damit ein ziemlich ehrwürdiges
Alter auf; das nonum prematur in annum ift für sie längst
überschritten. Ich habe diese Anfänge dann bei Vorlesungen
über einzelne Teile der deutschen Geschichte immer wieder aus—
geprobt und erweitert. Darauf gab das Erscheinen der neuesten
Auflage von Dahlmann-Waitz (siehe den Titel sogleich im An—
fange der Bibliographie, S. 55) Anlaß, das so Zufstande—
gekommene einer allgemeinen Revision und Vervollständigung
mit durchgängiger Stützung auf die einzelnen Titelwiedergaben
dieses Buches zu unterziehen. Endlich aber kam es, von kleineren
Umgestaltungen abgesehen, infolge der Begründung des Instituts
für Kultur- und Universalgeschichte an der Universität Leipzig
nochmals zu einer eingehenden Prüfung und Erweiterung nach
den wesentlich praktisch-pädagogischen Bedürfnissen der Biblio—
thek, die in diesem Institut aufgeftellt wurde.
Nach alledem ist freilich klar, daß die Bibliographie so,
wie sie jetzt zum Abdruck gelangt, nicht mehr eine dem Texte
der „Deutschen Geschichte“ durchgängig angepaßte Zusammen⸗
stellung bringt; nicht selten haben spätere Erfahrungen und
Rücksichten zu einer leisen Beugung des ursprünglichen Schemas