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darin, daß die großen Reedervermögen eines Jahrhunderts
zuvor jetzt im allgemeinen so vergessen sind, wie die da-
mals üblichen Methoden veraltet sind; der Boden da-
gegen ist Boden geblieben, und die so angelegten Ver-
mögen haben sich zu großer nationaler und teilweiser
internationaler Bedeutung ausgewachsen.
Durch die Gunst der Verhältnisse konnte so der Grund-
stock zu großen, auf Bodenbesitz basierenden Vermögen
gelegt werden. Nach den verschiedenen Volkszählungen
in den Vereinigten Staaten war und ist bei weitem der größte
Teil der Reichtümer des Landes in bezug auf Bodenbesitz
auf die Nord-Atlantische und die Nord-Zentral-Abteilung
konzentriert, wovon die eine Städte wie New York, Phila-
delphia und Boston, die andere Chikago, Cincinnati und
andere Städte umfaßt. Von einer Gesamtsumme von
39 544 333 000 Dollar, die das Vermögen an Bodenwerten
und Meliorationen repräsentieren, kamen nach der Zählung
von 1890: 13 905 274. 364 Dollar auf die Nord-Atlantische
Abteilung und eine Kleinigkeit mehr als 15 Milliarden Dollar
auf die Nord-Zentral-Abteilung. In den großen Städten
waren die großen Bodenvermögen zu finden. Die größten
von diesen Vermögen waren die von Astor, Goelet und
Rhinelander im Osten, und im Westen sind die Besitz-
tümer von Longworth und Field bekannte Beispiele. Wollte
man von all diesen überragenden Reichtümern sprechen —
man würde niemals fertig. Für die Zwecke dieses Werkes
mag es genügen, ein paar der im Superlativ großen Ver-
mögen herauszugreifen, als repräsentativ für die auf Grund-
besitz aufgebauten.
Große Reichtümer aus Grundbesitz
Das hervorragendste aller amerikanischen Vermögen,
die aus dem Bodenbesitz stammen, ist das Astor-Vermögen.
Seine jetzige Höhe, die Seitenzweige der Familie inbegriffen,
wird von einigen Autoritäten auf über 300 Millionen Dollar
geschätzt. Man hält das aber allgemein für zu niedrig ge-
griffen: schon 1889, als die Bevölkerung der Stadt New York
viel kleiner war als jetzt — schätzte Thomas G. Shearman,