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>rschöpft war. Man mußte notwendigerweise in die noch
jungfräulichen Gebiete des Mississippi, des Missouri und
der Rocky Mountains vordringen. Die Nordwest-Gesell-
schaft, die unter britischer Flagge segelte, bearbeitete
damals die Wälder im Westen und Nordwesten der großen
Seen. Ihre jährlichen Pelzverschiffungen waren enorm:
[793 waren es allein 106000 Biberfelle! — Astor malte
sich die unvergleichlich größeren Profite aus, die er haben
würde, wenn er seinen Eifer bis zu den Gebieten des
wilden Westens ausdehnte, der so ergiebig in Pelzen war.
1808 gründete er die Amerikanische Pelz-Gesellschaft.
Das war zwar eine Gesellschaft, tatsächlich aber bestand
sie aus ihm. Er persönlich brachte das Anfangskapital von
500 000 Dollar ein und er diktierte jede Phase der Geschäfts-
führung. Sein erster ehrgeiziger Plan war die Gründung
einer Niederlassung Astoria in Oregon, aber der Krieg
von 1812 machte die Pläne zunichte, und die Expedition,
die er dorthin geschickt hatte, mußte wieder umkehren.
Dabei verriet er nach einem Briefe des Regierungsagenten
Matthew Irwin vom 18. Juni 1818 die amerikanische Sache,
um seine Pelze vor einer Beschlagnahme durch die Briten
zu bewahren. Wäre sein Plan gelungen, so wäre Astor, wie
er selbst versicherte, der reichste Mann der Welt gewesen,
und der jetzige Reichtum seiner Nachkommen betrüge statt
450 Millionen Dollar viele Male so viel.
Monorole aut Grund von Gewalt
Nachdem sein Projekt, ein Monopol für den unüber-
sehbaren Reichtum an Pelzen im äußersten Nordwesten
zu erhalten, durchkreuzt war, konzentrierte er seine An-
strengungen auf die weiten Regionen längs des Missouri,
weit nordwärts nach den großen Seen, westwärts nach den
Rocky Mountains bis in den Südwesten hinein. Das Gebiet
hatte einen Überfluß an Pelztieren und wurde damals von
[ndianerstämmen bewohnt; hier und da war eine weiße
Niederlassung. Durch die Günstlingswirtschaft bei der
Regierung und unverhohlene Anwendung von Betrug und
Bestechung erhielt er ein unumschränktes Monopol, so un-