kennt man, daß Astor nicht einmal die Gesetze seiner Zeit,
die ihm wie der gesamten Handelsklasse doch so überaus
günstig waren, befolgt hat, sondern auch in New York
die Stadtgewalt und die Regierung durch unlautere Mittel
dahin gebracht hat, daß sie ihm für so gut wie nichts un-
geheuer wertvolle Landbewilligungen und andere Rechte
und Privilegien zubilligten, die zur Gesamtsumme seines
wachsenden Wohlstandes noch hinzukamen.
Unlautere Bewilligungen städtischen Bodens
Bei diesem Vorgehen tat er nur, was eine ganze Anzahl
seiner Zeitgenossen, wie Peter Goelet, die Rhinelanders, die
Lorillards, die Schermerhorns und andere auch taten, die
damals im Begriff waren, mächtige Familien von Grund-
besitzern zu gründen. Die Methoden, wodurch diese
sich große Landareale sicherten, die jetzt ungeheure Sum-
men wert sind, waren unzweifelhaft verdächtig, wenn auch
die beweisenden Tatsachen nicht so vollständig zu belegen
sind, wie z. B. die auf Fletcher bezüglichen, der im siebzehn-
ten Jahrhundert gegen Bestechung große Areale bewilligte,
oder wie die Korruption in den verschiedenen Gesetzgebun-
gen New Yorks seit 1805. Wenn man aber den Charakter
der regierenden Politiker erwägt und die Skandale, die durch
die Landbewilligungen und -verkäufe in der Stadt New
York hervorgerufen sind, kann man den Schluß nicht von
der Hand weisen, daß unlautere Mittel angewandt wurden.
Eine ganze Anzahl der Bewilligungen und Verkäufe von
Grund und Boden, der der Stadt New York gehörte, an
Einzelpersonen geschah während der Jahre, als der bestech-
liche Benjamin Romaine Rechnungsführer der Stadt war.
Romaine wurde so sehr in eine Reihe von Skandalen ver-
wickelt, die aus Verschenkungen und verdächtigen‘ Ver-
käufen von Land hervorgingen, daß 1806 der von seiner
eigenen Partei beherrschte Gemeinderat es ratsam fand, ihn
wegen Unregelmäßigkeiten seiner Stellung zu entheben.
Was ihm besonders zur Last gelegt wurde, war die Tat-
sache, daß er sich wertvollen Grund und Boden ohne
Zahlung verschafft hatte. Man mußte etwas tun, um die