Minimum. Unter unlauterer Beihilfe seitens der städti-
schen Behörden wälzten sie den größten Teil der Ausgaben
auf die Steuerzahler ab. Wieviel Geld die Stadt auf diese
Weise in den ersten Jahrzehnten des neunzehnten Jahr-
hunderts verloren hat, hat niemand erfahren. Aber 1855
unterbreitete der Kontrolleur Flagg dem Gemeinderat
eine detaillierte Rechnungslegung für die Zeit von 1850
bis 1855, worin er auf die „überraschende Tatsache“ hin-
wies, daß während dieser fünf Jahre die Ausgaben für
Auffüllungen und Straßenregulierungen die Einnahmen
um mehr als zwei Millionen Dollar überstiegen.
An den Betrügereien nehmen viele teil
Handelte es sich um sogenannte Wassergrundstücke, so lag
gewöhnlich ein belangloser Pachtzins darauf. Fast immer
jedoch wurde dieser in die Zahlung einer bestimmten
kleinen Summe umgewandelt, worauf der Betreffende dann
alle Eigentumsrechte bekam. An diesem Kampf um die Be-
willigung von Wassergrundstücken — von denen viele jetzt
große Geschäfts- und Wohnhäuser tragen — beteiligten
sich viele von den Vorfahren jener Familien, die sich jetzt
mit ihrer Exklusivität brüsten. Die Lorillards, die Goelets,
William F. Havemeyer, Cornelius Vanderbilt, W. H. Webb,
W. H. Kissam, Robert Lenox, Schermerhorn, James
Roosevelt, William E. Dodge junior — all diese und viele
andere — Astors Amerikanische Pelzgesellschaft nicht
zu vergessen — bekamen zu verschiedenen Zeiten bis zur
Periode des unvergeßlich korrupten Tweed-Ringes große
Bewilligungen durch korrupte Stadtverwaltungen. Einige
dieser Wasserrechte, nämlich die paar Stücke, die zu Lade-
plätzen und Werften gehören, hat die Stadt New York vor
einigen Jahren zu exorbitanten Preisen zurückkaufen
müssen. Seit Errichtung der Dock-Abteilung bis zum
Jahre 1906 einschließlich hat die Stadt 70 Millionen Dollar
zum Ankauf von Ladeplätzen und für deren Ausbau aufge-
wendet. All die Jahre hindurch seit 1800 bearbeitete Astor,
in Verbindung mit anderen Grundbesitzern, nicht bloß die
Stadtverwaltung, sondern auch die Staatsregierung. [Jetzt