Bruchteil nicht nachkam! Weder persönliche Freund-
schaft, religiöse Erwägungen oder die leisesten Gefühle
von Sympathie halfen ihm.
Wo aber das Gesetz nicht genügte, wurden neue Gesetze
zeschaffen, die die Macht der Grundbesitzer vergrößerten,
ihnen Land in die Hände spielten oder seinen Wert ver-
besserten, oder ihnen außerordentliche Sonderrechte in
Form von Bankprivilegien verliehen. Und deshalb muß
hier auch von Astors Tätigkeit im Bankwesen gesprochen
werden, denn neben seinen größeren Handelsgewinnen ist
er in zweiter Linie durch sie imstande gewesen, seine Geld-
türme aufzubauen. Die Verhältnisse, die zum Aufkommen
gewisser mächtiger Bankinstitute geführt haben, bei denen
er und andere Großgrundbesitzer Hauptaktionäre waren,
die Methoden und die Macht dieser Banken und ihre Wir-
gungen auf die große Masse des Volkes müssen als Faktoren
bei der Analyse seiner Operationen in Rechnung gezogen
werden. Doch nicht Einer von Astors Biographen hat seine
Verbindungen mit dem Bankwesen erwähnt. Sie zu be-
schreiben ist aber von großer Wichtigkeit, insofern sie
einerseits mit seinem Handel und anderseits mit seinen
Bodenerwerbungen aufs engste verknüpft waren.
Viertes Kapitel
DIE SEITENZWEIGE DES ASTOR-VERMÖGENS
Asor blühte gerade zu jener Zeit, als die Händler und
die Grundbesitzer, mit Einnahmen überschüttet, die
Hände ausstreckten zur Schaffung und Beherrschung des
hochbedeutsamen Geschäfts, berufsmäßig mit Geld zu
handeln und persönlich und direkt festzusetzen, über wie-
viel Geld das Volk verfügen dürfe.
Das bedeutete den nächsten Schritt in der Vergrößerung
individueller Vermögen. Die Wenigen, die von Gnaden
der Regierung das Bankwesen, das Hantieren mit dem
Umlaufsgeld und die Einschränkung oder Vermehrung