Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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der Dreieinigkeitskirche neben dem an Astor verpach- 
teten Land für eine Jahresrente von 177,50 Dollar erhielt. 
Papiergeld 
Mit Hilfe des Banksystems konnte die Unternehmerklasse 
mit den natürlichen Erträgnissen des Landes umspringen, wie 
sie wollte, und dabei stand Astor in der vordersten Reihe. 
Viele Jahre lang hatten die Banken, besonders im Staate 
New York, das gesetzliche Recht, bis zu dreimal so viel 
Papiergeld in Umlauf zu setzen, als sie Kapital besaßen. 
Der geprägten Münzen bemächtigten sich die Reeder und 
häuften sie entweder auf oder exportierten sie in Mengen 
nach Asien und nach Europa, wo man natürlich kein 
Papiergeld annahm. Um 1819 hatten die Banken New Yorks 
12!/„ Millionen Papiergeld ausgegeben, die Gesamthöhe 
des Münzmetalls aber, womit sie diese Papierschnitzel 
hätten einlösen können, belief sich nur auf zwei Millionen. 
Diese Banknoten waren nichts als vage Zahlungsverspre- 
chungen. Was wurde aus ihnen? 
Was die Arbeiter als Lohn bekamen 
Man zwang sie einfach den Arbeitern als Lohnzahlung 
auf. Obgleich diese Banknoten ständig im Kurse sanken, 
mußte der Arbeiter sie annehmen, als ob sie vollwertig 
seien. Ging er dann aber Lebensmittel kaufen oder Miete 
und Steuer bezahlen, so mußte er ein Drittel und oft ein halb- 
mal so viel bezahlen, als diese Banknoten darstellten. Mitunter, 
in Krisenzeiten, wurden sie ihm überhaupt nicht eingelöst 
und er konnte sie als wehmütige Andenken behalten. Eine 
schwache Anerkennung fand diese "Tatsache durch eine 
Senatskommission im Staate New York, welche 1819 be- 
richtete, man wende alle möglichen Kunstgriffe an, sie in 
Umlauf zu bringen: wenn der Kaufmann dieses entwertete 
Papier in die Hände bekäme, so „packe er es dem produktiven 
Arbeiter auf“. „Auch der Farmer und der Handwerker,“ 
heißt es weiter, „sind veranlaßt worden, ihr Bargeld bei 
der Bank anzulegen, und sind der Gier der Bankiers zum
	        
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