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Der große Krach kam 1837. Die Banken in New York
hatten damals 51/, Millionen Dollar öffentlicher Gelder in
Händen. Als sie ersucht wurden, auch nur eine Million
davon bar auszuzahlen oder wenigstens das Agio auszu-
gleichen, weigerten sie sich. Nach all ihren großen Profiten
wollten sie die Behörden wie das Publikum nicht anders
als durch ihre wertlosen Noten bezahlen. Als die Leute
in wahnsinniger Verzweiflung die Banken belagerten, um
ihr Geld herauszubekommen, füllten diese ihre Räume
mit schwerbewaffneten Wächtern, die die Weisung hatten,
auf die Menge zu feuern, falls sie versuchen würde, die
Bank zu stürmen.
In jedem Staat waren die Verhältnisse die gleichen.
In den Vereinigten Staaten stellten im Mai 1837 nicht
weniger als 800 Banken ihre Zahlungen ein und weigerten
sich, der Regierung, die 30 Millionen Dollar bei ihnen
deponiert hatte, und dem Volk, das 120 Millionen ihrer
Banknoten in Händen hatte, auch nur einen Pfennig zu
zahlen. Keine Münze war im Umlauf. Das Land wurde
mit kleinen Banknoten überschwemmt, die man Heft-
pflaster nannte. In jeder Größe und unter jedem Namen,
vom Nennwerte von fünf Cent (20 Pf.) bis zu fünf Dollar,
wurden sie von jedem Einzelgeschäft und jeder Handels-
gesellschaft ausgegeben, um die Arbeiter zu bezahlen. Diese
mußten sie für ihre Arbeit nehmen oder verhungern. Noch
dazu waren diese Heftpflaster so schlecht gedruckt, daß es
nicht schwer war, sie nachzumachen. Ihre Fälschung wurde
ein regelrechtes Geschäft; ungeheure Mengen des edlen
Stoffes wurden in Umlauf gesetzt. Der Arbeiter wußte
schließlich nicht mehr, ob die Anweisungen, die er für seine
Arbeit bekam, echt oder gefälscht waren, was übrigens in
bezug auf ihren Wert nicht von großer Bedeutung war.
Allgemeines Elend
Nun brach der Sturm los. Überall zeigte sich Verarmung,
Ruin und Bettel. Jeder Bankier in New York hätte wegen
der gröbsten Verbrechen verhaftet werden müssen, aber die
Behörden taten nichts. Im Gegenteil, der Einfluß der