Banken auf die Verwaltung war so groß, daß sie eilends
die Regierung bewogen, ein Gesetz zu erlassen, das darauf
hinauslief, ihnen die Einstellung der Barzahlungen über-
haupt zu gestatten. Die Folgen waren schrecklich. „Tau-
sende von Fabriken, Handelsunternehmungen und anderen
nützlichen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten,“
so berichtet eine Senatskommission für New York, „sind
durch die gegenwärtige Krisis zugrunde gerichtet oder
lahmgelegt worden... In allen großen Städten sind viele
Personen, die durch lange Jahre regelmäßigen Geschäfts-
ganges ihr Auskommen gefunden hatten, plötzlich mit ihren
Familien an den Bettelstab gebracht worden.“ Die Stadt
New York war mit Obdach- und Arbeitslosen vollgestopft.
Zu Anfang des Jahres 1838 war ein Drittel aller Personen, die
in New York von Handarbeit lebten, ganz oder so gut wie
ohne Beschäftigung. Nicht weniger als zehntausend Per-
sonen waren in äußerster Not und hatten keine anderen
Mittel, um den Winter zu überleben als die, welche sie durch
die Mildtätigkeit ihrer Nachbarn bekamen. Die Armen-
häuser und die anderen öffentlichen und wohltätigen Ein-
richtungen waren mit Insassen vollgepfropft, und dabei
xonnte für zehntausend Notleidende nicht gesorgt werden.
Fünftes Kapitel
DIE WEITERENTWICKLUNG DES ASTOR-VERMÖGENS
Zu dieser selben Zeit, in der Panik von 1837, zeigte
Astor eine staunenswerte Energie, aus der Verzweiflung
Nutzen zu schlagen. „Er vermehrte seine Reichtümer un-
geheuer,“ schreibt ein Zeitgenosse, „durch den Ankauf von
Staatspapieren, Schuldscheinen und Hypotheken in der
finanziellen Krisis von 1836—1837. Er kaufte den geld-
bedürftigen Inhabern ihre Hypotheken zu Spottpreisen ab,
und wenn sie verfielen, schritt er zur Subhastation und
caufte die verpfändeten Häuser zu den lächerlichen Preisen,
die damals gezahlt wurden.“