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denen die großen Privatvermögen entstanden und ge-
wachsen sind; im Falle der Astors ist das reichlich, vielleicht
allzu reichlich geschehen, obgleich viele Tatsachen mit
Absicht ausgelassen wurden, die eigentlich hineingehörten.,
Es bleiben aber noch ein paar bedeutsame Fakten übrig,
ohne die die Arbeit unvollständig wäre.
Wir sahen, wie sich das Astorvermögen im Jahre 1876
beim Tode William B. Astors (z) auf wenigstens 100 Millionen
Dollar belief, wahrscheinlich auf mehr. Sechzehn Jahre später,
um 1892, hatte es sich also in den Händen seiner beiden
Söhne (3 und 4), die zusammen 225 Millionen Dollar hinter-
ließen, mehr als verdoppelt. Die Methoden, wodurch dieses
Anwachsen erreicht wurde, sind bereits auseinandergesetzt
worden. Ein großer Teil kam aus der Wertsteigerung von
Grund und Boden, die nicht aus der kleinsten Bemühung
der Astors, sondern aus der Vermehrung der Bevölkerung
und der Arbeit der ganzen Arbeiterschaft stammte. Diese
Werte wurden von den Produzenten geschaffen, aber diese
waren bei weitem nicht Eigentümer oder auch nur "Teil-
haber dieser Werte, sondern wurden noch gezwungen,
immer schwereren Tribut in Form von Miete zu zahlen
für ebendieselben Werte, die sie geschaffen hatten. Wenn
die Astors und die anderen Grundbesitzer ständig in
Trance umhergewandelt wären, wären diese Werte genau
ebenso geschaffen worden. Aber nicht zufrieden mit den
Werten, die andere für sie schufen, betrogen die Grund-
besitzer die Stadt auch noch um den spärlichen Bruchteil
dieser Werte, den sie in Form von Steuern hätten zahlen
sollen.
Ein Rieseneinkommen
Das Gesamtvermögen der Astors beläuft sich, wie schon
gesagt wurde, auf 450 Millionen Dollar. Das ist jedoch
lediglich eine Schätzung, die hauptsächlich auf ihren
Liegenschaften basiert. Niemand als die Astors selber weiß,
was sie an Aktien und Obligationen jedweder Art besitzen.
Man kann mit Sicherheit annehmen, daß ihr Vermögen
450 Millionen noch weit übersteigt. Der Überschuß wächst