Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

so schnell, daß ein großer Teil davon andauernd in weiteren 
Landankäufen angelegt wird. Mit dem unteren Teil von 
Manhattan anfangend, kauften sie dann Land in Yorkville, 
dann in Harlem und später im Bronx, und in diesem Stadtteil 
New Yorks besitzen sie jetzt ungeheure Areale. Ihr Besitz 
ist die ganze Zeit über größer und größer geworden. 
An Mieten in New York allein kassieren sie, wie geschätzt 
wird, jedes Jahr 25 bis 30 Millionen Dollar ein. Die „Astor- 
Besitzungen“ werden von einem Zentralbüro aus verwaltet, 
dessen Leiter 50000 Dollar jährliches Gehalt bekommen 
soll und mit seinem Stabe von Untergebenen die gesamte 
Verwaltung besorgt. Von diesen jährlichen Mieteinnahmen 
wird ein Teil unter die verschiedenen Mitglieder der Familie 
Astor je nach ihrem Anteil verteilt, der Rest wird 
zu weiteren Landankäufen verwandt. 
Die Paläste der Astors 
Die Paläste der Astors gehören zu den prächtigsten der 
Vereinigten Staaten und Europas. Das Wohnhaus in New 
York an der Fünften Avenue und der 65. Straße, lange Zeit 
von Frau William Astor (4) bewohnt, ist von außerordent- 
lichem Glanz und Luxus. Daran anstoßend und damit ver- 
bunden ist das gleichfalls prachtvolle Haus ihres Sohnes 
John Jacob Astor (der mit der „Titanic“ unterging). In 
diesen Häusern, oder vielmehr Palästen, ist Glanz auf 
Glanz gehäuft. In Frau William Astors geräumigem Tanz- 
saal und in ihrer Gemäldegalerie sind Bälle gegeben worden, 
deren jeder über 100000 Dollar gekostet haben soll. Die Ge- 
mäldegalerie glänzt in Weiß und Gold; die Wände wimmeln 
von kostbaren Gemälden, und an einem Ende ist eine Ga- 
lerie, wo bei festlichen Gelegenheiten Musikanten auf- 
spielen. Die Speisesäle dieser Häuser sind unermeßlich. 
Die Wände sind mit alter Eiche und Goldeinlagen ge- 
schmückt und mit antiken Teppichen in schweren Eichen- 
rahmen mit dicken Goldrändern behangen. Auf die Tafel 
blickt eine prachtvolle Decke herab, eine farbige Lohe auf 
schwarzer Eiche, die sich von schweren Goldrändern ab- 
hebt. Gerade über dem Mittelpunkt der Tafel sind Blumen- 
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