Full text: Die Heimarbeit im Kriege

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auf Schwierigkeiten gestoßen ist, Len von den Kassen eingeschlagenen 
Weg benutzen. Wenn die Arbeitgeberkreise der Einbeziehung der 
.Hausgewerbtreibenden zum Teil sehr starken Widerstand leisteten 
urtb die Durchführung der reichsrechtlichen Versicherung dadurch we 
sentlich erschwerten, waren für dies Verhalten zugegebenermaßen 
nicht so sehr die geldlichen Lasten, die der Industrie erwuchsen, 
ausschlaggebend, als vielmehr die unpraktische Form der Ver 
sicherung. 
-I- 
In den beiden anderen Zweigen der Versicherung haben we 
der die Jahre unmittelbar vor dem Kriege, noch die Kriegszeit selbst 
irgend welche Fortschritte gebracht; die so dringend ivünschens- 
tverte Einbeziehung gewisser Zweige der Holzschnitzerei, Schleiferei 
usw. in die U n f a l l v e r s i ch e r u n g ist nicht erfolgt. Auch in- 
bezug auf ldie Einbeziehring der Hausgewerbtreibenden unter die I n- 
v a l i d e n v e r s i ch e r u n g sind wir heute nicht weiter, als 
vor 23 Jahren. Seitdem 1891 drrrch Bundesratsverordnung die 
Tabak- und gewisse Zweige der Textilindustrie der Invalidenver 
sicherung unterstellt wnrderr, ist in dieser Richtung nichts geschehen, 
so sehr die Notivendigkeit möglichst nnifassender Maßnahmen all 
gemein anerkannt wird. 
IV. Heimarbeit im Militärsattiergewerbe nnb 
im Militiirschneidergewerbe. 
1. Militärsattlergewerbe. 
Von jeher war das Militärsattlergewerbe mit Heim 
arbeit und einem hiermit eng verknüpften Zwischenmeisterfystem 
belastet. Es wird dieses hauptsächlich der wechselnden Konjunktur 
zugeschrieben. Bei hochgehender Konjunktur legt der plötzliche 
Raummangel zur Unterbringung der neuen Arbeitskräfte es nahe, 
Zwischenmeister und Heimarbeiter zu beschäftigen. In eine»
	        
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