Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Seine beiden Söhne führten sein Geschäft als Schiffslieferanten
 weiter; einer von ihnen — „Peter der Jüngere“
— war besonders aktiv in der Erweiterung seines Grundbesitzes
 durch korrupte Begünstigungen seitens der städtischen
 Beamten und durch Ankauf. Ein Landstrich, der sich
von der Dritten Avenue bis an den Ostfluß und von der 64. bis
zur 65. Straße erstreckt, und den er sich im ersten Teil des
19. Jahrhunderts sicherte, hatte schon an sich einen kolos-Salen
 Wert. Er ist jetzt mit Läden, Geschäftsgebäuden
und dicht bevölkerten Mietkasernen bedeckt. „Peter der
Jüngere“ legte sich bald auf das einträgliche und ansehnliche
 Geschäft des Tages — auf das Bankwesen, mit seinem
Gefolge von Betrügereien, wie sie zum Teil in den früheren
Kapiteln beschrieben worden sind. Er war von 1814. bis
zu seinem Tode im Jahre 1852 Direktor der „Bank von
New York“.
Es erscheint ganz überflüssig, sich über den Ursprung der
großen Landvermögen in New York noch weiter zu verbreiten,
 die gegebenen Beispiele mögen genügen.

Wie Longworth anfıng

Während die Astors, die Goelets, die Rhinelanders und
andere, oder vielmehr die ganze Grundbesitzerkaste ihren
Grund und Boden zu immer höherem Wert ansteigen
ließen, ausgedrückt in Mieten von Hunderten von Millionen
 Dollar, bereicherte Nicholas Longworth sich ebenso
in Cincinnati.
Longworth wurde 1782 zu Newark (New Jersey) geboren
und wanderte, einunddreißigjährig, nach Cincinnati aus,
das damals ein bloßer Außenposten mit einer Bevölkerung
von 800 einzelnen Abenteurern war. Dort studierte er die
Rechte und wurde zur Praxis zugelassen. Houghton erzählt
über Longworths Anfänge als Grundbesitzer folgende Geschichte:
 „Sein erster Klient war des Pferdediebstahls angeklagt.
 In dieser Zeit und dieser Gegend repräsentierte ein
Pferd eins der wertvollsten Besitztümer, und unter einem
System, das dem menschlichen Leben einen viel geringeren
Wert zusprach als der Heiligkeit des Eigentums, wurde
            
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