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bezahlen können, als sie bekamen, und hätte noch tüchtige
Profite eingestrichen. Aber damit hätte er ja eine schwach-
sinnige Verletzung jenes heiligen Geschäftsgrundsatzes
begangen, der da lautet: Bezahle deine Angestellten so
niedrig, wie du kannst, und verkaufe deine Waren so hoch,
wie du kannst.
Field war einer der größten Schnittwarenfabrikanten
der Welt. Er besaß, so berichtet ein Schriftsteller, ganze
Scharen von enormen Fabriken in England, Irland und
Schottland. ‚Die Provinzen Frankreichs sind mit seinen
Betrieben übersät. Das Geklapper seiner Webstühle ist in
Spanien, in Italien, in Deutschland, in Österreich und in
Rußland zu hören. Auch der Orient wird‘ von diesem
Fabrikherrn nicht vernachlässigt. Schwitzende Chinesen
und geschickte Japaner stehen zu Tausenden auf der Zahl-
rolle dieses Chicagoer Kaufmanns und Fabrikanten. Auf der
anderen Seite des Äquators hat er große Wollfabriken in
Australien, und die Kette erstreckt sich bis nach Süd-
amerika, mit seinen Fabriken in Brasilien und in anderen
von unseren Nachbarrepubliken.“
In all diesen Fabriken wurde die Arbeit der Männer,
Frauen und Kinder bis zum Äußersten ausgebeutet;
in fast allen waren die Arbeiter nicht organisiert und ent-
behrten daher jeder Spur von Selbstschutz. Knaben und
Mädchen im zartesten Alter wurden erbarmungslos zu
Dollaren zermahlen; das Blut ihres jungen Lebens düngte
den Boden, aus dem Field seine Reichtümer zog. Aber
damit tat er nur, was die ganze Handelsklasse in der ganzen
Welt auch tat.
Wie einträglich das Geschäft von Marshall Field & Co.
war (und ist), kann man daraus ersehen, daß seine Aktien
(es wurde in eine eingetragene Aktiengesellschaft um-
gewandelt) auf 1000 standen. Marshall Field besaß bei
seinem Tode 3400 dieser Aktien, die seine Testaments-
vollzieher mit 3 400 000 Dollar bewerteten. Welche anderen
Faktoren außer der Ausbeutung der Arbeiter und der
Verfälschung der Waren es Field ermöglicht haben, selbst
entfernte Konkurrenten auszustechen, ist nicht immer
yanz klar. Jedenfalls wies D. R. Anthony, ein Konegreß-