Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Masse isoliert, und ihre Größe ist verherrlicht, während die 
Millionen dunkler Existenzen nirgend wahrheitsgetreu ge- 
schildert werden. Diese sterilen Geschichtschreiber verfahren 
nach der oberflächlichen Methode jener Zeiten, als das 
Herrschertum aufs Äußerste gesteigert war und nur die 
Handlungen der mächtigen Wenigen von irgendwelcher 
Bedeutung, während die Taten der Massen nicht erwähnens- 
wert waren. 
Die Vorherrschaft der Besitzinteressen 
Daher kommt es, daß in den meisten Fällen die Geschichte 
ein bloßes Verzeichnis von Namen und Daten, von dummen 
oder hochtönenden, abgenutzten Phrasen ist, die keinen 
Einblick in die tatsächlichen Verhältnisse gewähren. 
In dieser Hinsicht wird von der Geschichte der Verei- 
nigten Staaten am schwersten gesündigt. Hier wird der 
Gedanke vertreten, daß dieser oder jener anerkannte Staats- 
mann, dieser oder jener Präsident oder Politiker oder diese 
oder jene Gruppe von Politikern für die öffentlichen An- 
gelegenheiten entscheidend gewesen sei. Ein größerer Irr- 
tum ist nicht auszudenken. Hinter den imponierenden, pom- 
pösen offiziellen Persönlichkeiten der verschiedenen Epochen 
haben die Männer des Besitzes über Gesetz und Politik 
entschieden. Sie waren es, die in Wirklichkeit auf der 
Bühne und hinter den Kulissen der Politik herrschten. 
Sie waren es, die, bisweilen offenkundig, bisweilen mehr 
heimlich, die ganze Regierungssphäre beeinflußten und nach 
ihrem Willen lenkten. 
Sie waren es, welche die Stürme verursachten, die das 
Volk in zwei kämpfende Lager teilten und häufig die Stim- 
mung des Volkes bewölkten und verwirrten. Ihre mate- 
riellen Ideale und Interessen waren es, die der Gesellschaft 
aufgeprägt und zur herrschenden Richtschnur erhoben 
wurden. 
Von Anfang an war die Regierung der Vereinigten 
Staaten 'das, was als ein Regime des Besitzes bezeichnet 
werden kann. 
Die Revolution war, wie wir gesehen haben, eine Be-
	        
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